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Die Gäste führen zur Pause

Die Gäste führen zur Pause – Südwest Ballsport

Später Treffer von Pereira Lage in der Nachspielzeit zur Gästeführung

TSG-Coach Ilzer vertraut exakt dem gleichen Team, welches in der Vorwoche beim 2:2 in Köln aufgelaufen war.

Bei den Gästen gibt's zwei Änderungen: Alexander Blessin bringt Sands und Pereira Lage neu, verzichtet zunächst auf Kaars (Bank) und muss auf den angeschlagenen Ando (muskuläre Probleme) verzichten.

Deniz Aytekin leitete die heutige Partie, möglicherweise sein letzter Auftritt im Kraichgau. Der charismatische Referee beendet bekanntermaßen seine Laufbahn zum Saisonende.

Die Begegnung brauchte keine große Anlaufzeit, bereits in der 4.Minute die erste Möglichkeit für die Hausherren. Nach Pass von Coufal hatte es Asllani per Volley aus 14m probiert, scheiterte an Vasilj im Tor der Hanseaten.

Auf der Gegenseite gleich der nächste Angriff. Smith hatte mit einem langen Ball in die Spitze eröffnet, Sinani nach Kopfballabwehr aus 25m volley abgezogen. Baumann tauchte unten rechts ab, klärte zur Ecke. Es blieb ein flottes Spiel und bereits in der 11.Minute war die TSG wieder schnell nach vorne gestürmt, final tauchte Kramaric frei vor Vasilj auf, probierte es per Lupfer. Das hatte der Keeper gut antizipiert, den Ball abgewehrt.

Im Gegenzug, gleiche Spielminute, ein Versuch von Sinani. Links über den Kasten. Zwei Minuten später wieder Kramaric, diesmal mit einem raffinierten Heber. Da fehlte nicht viel und der Ball wäre im rechten Torwinkel gelandet.

Nach einem von Chancen geprägten Beginn nahm sich die Begegnung, oder besser formuliert beide Teams, eine kurze Auszeit. Hoffenheim blieb das aktivere Team, ohne das St. Pauli sich hier versteckte. Es dauerte bis zur 27.Minute ehe es wieder gefährlich wurde. Nach Ecke Coufal brachte Kabak den Ball in den Fünfer. Vasilj war mit der Hand dran, ließ die Kugel aber nach vorne klatschen. Hranáč bekam den Fuß dran, aber nicht genügend Power in den Schuss. So konnte der Keeper erneut abtauchen, final klären.

Zwei Minuten später ein Fehler der Hamburger im Aufbau und Prömel kam an den Ball. Der konnte aber aus 11m nicht abschließen, traf aber mit dem Knie den Keeper. Kurze Behandlungspause, dann ging es für Vasilj weiter.

In der 34.Minute eine starke Spieleröffnung von Smith auf Fujita, der zum Alleingang ansetzte. Am Strafraum angekommen, war irgendwo die Luft raus und Avdullahu konnte blocken. Ecke in der 42.Minute für die Gäste und die Chance für Irvine, der zwar an den Ball kam, diesen aber aus acht Metern nicht sauber traf.

Führung St. Pauli durch Pereira Lage

Die Nachspielzeit betrug drei Minuten und sollte es in sich haben. Nach einer sehenswerten Eröffnung über Fujita und Saliakis, kam Pereira Lage am zweiten Pfosten eingelaufen, köpfte ins linke Eck ein (45.+4).

Danach war Halbzeit in der PreZero Arena.

Schmeichelhafter Sieg für den FC St. Pauli

Statistiken gewinnen keine Spiele, wenn die Treffer fehlen

Mit Wiederanpfiff vor 27.786 Fans hatten die Gäste gewechselt. Für Mets war nun Ritzka im Spiel. Die Kraichgauer kamen gleich in der 46. Minute zum nächsten Angriff, die Aktion von Asllani klärte Smith zur Ecke.

In der 52.Minute eine starke Kombination der Gastgeber. Burger schickte Touré auf die Reise, dessen Flanke fing Vasilj vor dem heranstürmenden Asllani ab. Nach 58min tauchte Touré erneut in der Spitze auf, suchte von halbrechts einen Abnehmer im Zentrum. Allerdings dann ein Abwehrbein dazwischen.

Erster Wechsel auch durch Christian Ilzer. Ab der 62.Minute durfte Prass für Burger ran. In der 65.Minute ging es von Coufal Richtung ersten Pfosten. Dort kam Touré an den Ball, der aber von Wahl abgefälscht wurde. Drei Minuten später wieder eine starke Szene, ein Doppelpass von Prass und Asllani. Prass hätte abschließen können, entschied sich aber für den erneuten Pass. Chance vertan. Mittlerweile hatten sich auch die Spielanteile, in Form von Ballbesitz, deutlich zugunsten der TSG verschoben.

Doppelwechsel in der 74.Minute bei der TSG Hoffenheim: Bernardo und Lemperle kamen neu für Hranáč und Kramaric. Metcalfe ersetzte bei den Gästen deren Torschützen, Pereira Lage.

Latte rettet für St. Pauli

Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch das Pech dazu. So auch in der 80.Minute: Kabak köpfte, nach Freistoß Coufal, aus 6m an die Latte. In der 85.Minute verfehlte ein Distanzschuss von Avdullahu das Tor von Vasilj links.

Die Schlussphase, die letzten fünf Minuten, liefen. Noch einmal Wechsel, je einer, auf beiden Seiten. Campbell kam in der 86.Minute bei Hoffenheim für Hajdari, zwei Minuten später Ceesay für Sinani bei den Hamburgern.

Die Nachspielzeit betrug vier Minuten. Noch etwas Zeit für das Ilzer-Team, hier aus der statistischen Überlegenheit zumindest noch einen Punkt zu retten. Das sollte nicht mehr gelingen. Es blieb bei einem weiteren Kopfball von Asllani (90.+2), ein Treffer wollte nicht mehr gelingen.

So stand am Ende ein schmeichelhafter Erfolg für die Hanseaten, der zweite Dreier in der Ferne.

Michael Kaiser

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