DFB-Team wird sich in der Slowakei deutlich steigern müssen
Die ausgerufene Pflichtaufgabe geriet im regnerischen Stade de Luxembourg zur Zitterpartie. Am Ende war es gar eine Darbietung, die Sorgenfalten verursachen muss. Gegen ein in der bisherigen WM-Qualifikation punktloses Schlusslicht Luxemburg quälte sich der viermalige Weltmeister zu einem mühsamen 2:0 Erfolg, der obendrein noch 70 Minuten am seidenen Faden hing.
Entsprechend "sachlich" und alles andere als euphorisch fiel auch die Analyse des Bundestrainers aus. Das Wort "verdient" auszusprechen war für Julian Nagelsmann nach dem Erfolg in Luxemburg ebenso schwer, wie seinem Team das Spiel über weite Strecken Probleme bereitete.
Wirklich zufrieden war der Bundestrainer nach einem sehr mühsamen Arbeitssieg gegen den krassen Außenseiter nämlich nicht.
Speziell die Anfangsphase, zeitlich auf nahezu die komplette erste Halbzeit bezogen, gefiel dem höchsten deutschen Übungsleiter ganz und gar nicht: "Wir haben in der ersten Hälfte nicht alles von Anfang an reingeworfen", bemängelte Nagelsmann beispielsweise den Auftritt seiner Mannschaft. "Zwei oder drei Chancen" des Gegners hatte Nagelsmann gesehen, "wo sie eigentlich in Führung hätten gehen müssen".
Ein Mutmacher war dieser teils blutleere Auftritt in keinster Weise. Gerade spielerisch konnte man nicht überzeugen. Nagelsmann begrenzte sich in seiner Analyse vorwiegend auf eine Statistik: "Mich würde interessieren, wie viele Bälle wir heute zurückgespielt haben und wie viele nach vorne." Zigfach ging der Weg gegen den Underdog nach hinten zu Oli Baumann: "Ich glaube, wir hatten in der ersten Hälfte nur einen tiefen Lauf von Serge und den einen Chip-Ball von Leon." Ansonsten aber habe sein Team "super viele Rückpässe" und "extrem langsam" gespielt: "Wir hatten auch in der zweiten Hälfte noch drei, vier Situationen, in denen wir in der gegnerischen Hälfte den Ball haben und aus 70 Metern Oli anspielen." Bezeichnend auch, dass der deutsche Keeper mehr als doppelt soviele Ballkontakte hatte als Nick Woltemade in vorderster Linie.
Am Ende bleibt aber Fußball Ergebnissport und nach drei Punkten aus Luxemburg reicht der DFB-Elf nun am Montag in Leipzig gegen die Slowakei, dank des besseren Torverhältnisses, bereits ein Remis zum Gruppensieg und der direkten WM-Qualifikation.







