Torlose erste Halbzeit in Mannheim
Ziemlich viel Rotation bei Trainer Luc Holtz und seinem SV Waldhof. Gegenüber der 0:3 Heimpleite gegen Energie Cottbus gibt es gleich fünf Veränderungen: Voelcke, Shipnoski, Karbstein, Sietan und Masca sind neu im Team. Auf der Bank nehmen zunächst Ferati, Iwe und Okpala Platz. Kapitän Klünter fehlt gelb-rot gesperrt, Michel fehlt verletzt.
Bei den Schwaben ändert Trainer Nico Willig sein Team nach der 1:3 Heimniederlage gegen den 1.FC Saarbrücken auf drei Positionen. Im Tor beginnt Draband für Hellstern (fehlt heute im Kader). Di Benedetto und Köhler sind ebenfalls neu in der Startformation, dafür nehmen Groiß und Majchrzak auf der Bank Platz.
Im Carl Benz Stadion hatte Schiedsrichter Jonah Besong pünktlich angepfiffen. Die ersten Minuten waren von Duellen im Mittelfeld geprägt, wobei die Hausherren um Ballbesitz und Kontrolle über das Spiel bemüht waren. Die erste Chance, nach einer Ecke von rechts, für die Mannheimer. Glück für die Stuttgarter, dass Lohkemper den durchgerutschten Ball in der 9.Minute nicht kontrolliert aufs Tor bringen konnte.
Dicke Chance für die jungen Wilden in der 16.Minute. Olivier hatte sich nach Doppelpass mit Sankoh rechts durchgesetzt, hatte mehrere Optionen seine Mitspieler in Szene zu setzen. Er entschied sich für Sessa, der die Kugel in Rücklage annehmen musste. Neuer Anlauf und Schussversuch, den Nijhuis parieren konnte. Der Nachschuss verfehlte das Tor.
Die nächste Aktion, nach diesem kurzen Tumult in der 17.Minute durch den Versuch von Di Benedetto. Sein Schuss deutlich über das Tor. Die Antwort der Hausherren in der 19.Minute über die rechte Seite. Rieckmann war durchgestartet, ins Zentrum geflankt, wo Lohkemper verpasste.
Die 28.Minute lief und plötzlich war Lohkemper, nach Pass von Voelcke, komplett blank. Der Stürmer zog Richtung Draband, konnte aber die Kugel nicht am Stuttgarter Keeper vorbei bringen. Das hätte die Führung für die Buwe sein können, ja müssen.
Das Spiel hatte sich mittlerweile eine kurze Auszeit genommen. Chancen blieben bislang Mangelware. Der SVW hatte sich etwas zurückgezogen, dem VfB oftmals den Ball überlassen. Die Gäste wussten aber aus dieser Situation wenig Kapital zu schlagen. In der 37.Minute war Voelcke mal links durchgestartet. Seine Flanke fand keinen Abnehmer. Zumindest beim Eckenverhältnis liegen die "Buwe" mit 4:2 vorne.
Die reguläre Spielzeit war verstrichen und nach einer Minute Nachspielzeit ging es in die Kabinen.
Knockout in der Nachspielzeit
Lùers mit der späten Entscheidung
Für beide Teams ging es nach Wiederanpfiff vor 8.659 Zuschauern personell zunächst unverändert weiter. Die erste Minute des zweiten Spielabschnitts lief und der Waldhof wurde über die rechte Seite gefährlich. Da kam Lohkemper aus ungünstigem Winkel zum Schuss. Der nächste Abschluss direkt hinterher. Diesmal war es Voelcke, der Masca bediente. Der drehte sich noch einmal um die eigene Achse und sein abgefälschter Schuss ging rechts knapp am Tor vorbei.
In der 54.Minute eine Flugeinlage von Draband im Stuttgarter Gehäuse. Shipnoski war eine Flanke abgerutscht, hatte den direkten Weg Richtung Tor genommen. Der Keeper verhinderte den Einschlag. Antwort der Schwaben in der 58.Minute durch Darvich der hatte zwei Gegner stehen lassen, aber deutlich verzogen.
Die Quadratestädter gingen hier sehr verschwinderisch mit ihren Gelegenheiten um. So auch nach einer Stunde, Diakhaby hatte zu Masca durchgesteckt, der nahm die Kugel perfekt mit, schloss ab. Draband klärte zur Seite.
Gelb-rote Karte Sechelmann
Eine korrekte Entscheidung in der 61.Minute. Sechelmann war gegen Sessa deutlich zu spät dran, wird für sein Foul mit gelb verwarnt. 2x gelb bedeutet gelb-rot.
Dreifacher Wechsel bei den Gästen in der 65.Minute. Majchrzak, Penna und Groß ersetzten Korkut, Catovic und Sessa. In der 67.Minute tauchte plötzlich frei vor Nijhuis auf, scheiterte aber am Mannheimer Keeper. Jetzt wechselte auch Luc Holtz dreifach. Ferati, Okpala und Asallari kamen neu für Masca, Diakhaby und Lohkemper. In der 73.Minute durfte bei Stuttgart Ouro-Tagha für Sankoh übernehmen.
Die Schluss-Viertelstunde war mittlerweile angebrochen. Die Statik des Spiels hatte sich, auch nach dem Platzverweis, nicht merklich verändert. Die Schwaben schlugen kein Kapital aus der numerischen Überlegenheit. Okpala sorgte nach seiner Einwechslung für neuen Schwung, Abschlüsse blieben weiter aus. Gefahr für die Mannheim in der 85.Minute. Da war Darvich rechts durch. Dessen scharfe Hereingabe konnte Nijhuis mit den Fingerspitzen klären.
Schlussphase, die letzten fünf Minuten in Mannheim. Zunächst noch ein Wechsel in der 87., auf Seiten des VfB. Lùers ersetzte für die letzten Minuten Di Benedetto.
Dieses wenig spektakuläre Spiel bekommt noch einmal fünf Minuten Nachspielzeit. Letzter Wechsel Waldhof. Thalhammer kommt für die letzten wenigen Minuten für Rieckmann.
Schock in letzter Minute durch Lùers
Das darf nicht wahr sein. Zumindest aus der Sicht des Waldhöfer Anhangs. Die 95.Minute lief und Lùers traf zur Entscheidung für Stuttgart. Der wurde links nicht gestört und seine Flanke wurde immer länger und schlug im Tor der Mannheimer ein.
Abpfiff und Niederlage für den Waldhof!







