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SVWW gegen Havelse: Torhunger trifft auf neue Gegenwehr

SVWW gegen Havelse – der SV Wehen Wiesbaden will seine Erfolgsserie vor eigenem Publikum fortsetzen. Am Samstag, 7. November 2026, empfängt die Mannschaft von Jochen Seitz den TSV Havelse. Anstoß zum 13. Spieltag der 3. Liga ist um 14 Uhr in der BRITA-Arena.

Michael Rüdiger Kaiser ist für Südwest Ballsport vor Ort und berichtet live aus Wiesbaden.

Vorbericht des SVWW vor dem Heimspiel gegen Havelse

„Das Punktekonto aufstocken“

Der SV Wehen Wiesbaden empfängt am Samstag (7. November, 14 Uhr) den TSV Havelse in der BRITA Arena.

Im Vorfeld der Partie spricht SVWW-Cheftrainer Jochen Seitz unter anderem über die Qualitäten seiner Joker, den schmalen Grat zwischen Selbstbewusstsein und Überheblichkeit, die Stärken des kommenden Gegners sowie den positiven Nebeneffekt von inzwischen elf verschiedenen Torschützen.

Personal

Jordy Gillekens und Simon Stehle sind wieder teilaktiv ins Training eingestiegen. „Sie fühlen sich gut. Jetzt muss man schauen, ob es für das Spiel gegen Havelse schon für einen Kaderplatz reicht. In der Länderspielpause wollen wir sie so weit ranführen, dass sie zumindest danach wieder eine Alternative sind“, erklärt Seitz. Donny Bogicevic (leichte Muskelverletzung), Sinan Karweina (Muskelverletzung im Oberschenkel) und David Suárez (Knöchelverletzung) stehen weiterhin nicht zur Verfügung.

Jochen Seitz über …

… die Effektivität der Joker: Es ist nie eine Entscheidung gegen die Spieler, die draußen sitzen, sondern immer eine Entscheidung für die erste Elf, die ihre Sache momentan sehr gut macht. Zur Crunch Time kommen dann die Jungs von der Bank und müssen sofort funktionieren. Oft sind sie diejenigen, die ein Spiel entscheiden können. Das haben wir bereits in einigen Partien erlebt, in denen sie die Begegnung am Ende auf unsere Seite gezogen haben.“

… die aktuelle Stimmung im Team: „Die Jungs ziehen seit dem ersten Tag alle super mit und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist echt stark. Das Selbstvertrauen ist zuletzt sicherlich nochmal ein bisschen gestiegen. Wir dürfen es aber nicht als selbstverständlich betrachten, dass wir die ganzen Spiele gewonnen haben. Es ist ein schmaler Grat zwischen Selbstbewusstsein und Überheblichkeit. Deswegen müssen wir immer von Spiel zu Spiel denken und auch gegen Havelse wieder die Einstellung auf den Platz bringen, die wir in den letzten Partien gezeigt haben.“

… die vermeintliche Favoritenrolle gegen Havelse: „Wir sind momentan gut drauf. Man darf Havelse aber nicht unterschätzen. Sie haben die letzten vier Spiele nicht verloren und die Tabelle ist sehr eng. Zuletzt haben sie Saarbrücken geschlagen, die eine Spitzenmannschaft sind. Ziel ist es natürlich die drei Punkte bei uns zu behalten, und das Punktekonto aufzustocken. Dafür müssen wir unter anderem ihre Standardsituationen gut verteidigen. Sie sind gut strukturiert, sehr kampfstark und versuchen, viele spielerische Lösungen zu finden. Wir stellen uns auf einen harten Kampf ein.“

… die mittlerweile elf unterschiedlichen Torschützen: „Jeder kann Tore erzielen. Das schweißt die Mannschaft nochmal mehr zusammen, da jeder sein individuelles Erfolgserlebnis hat. Das ist aktuell eine tolle Geschichte.“

Das komplette Spieltagsinterview mit weiteren Einblicken gibt es auf dem YouTube-Kanal von Studio 26.

Weitere Zahlen und Fakten 

SVWW gegen Havelse: 13 Punkte geben Rückenwind

Die Gastgeber gehen mit einer starken Bilanz in die Begegnung. Denn aus den vergangenen fünf Ligaspielen holte Wiesbaden vier Siege und ein Unentschieden. Dabei erzielte der SVWW 18 Tore und kassierte lediglich vier Gegentreffer.

Bereits beim 4:2 in Ingolstadt zeigte Wiesbaden beispielsweise seine Widerstandskraft. Nach einer 2:0-Führung kassierte der SVWW allerdings den Ausgleich. Doch Robin Kalem und Gino Fechner sicherten mit späten Treffern trotzdem den Sieg. Anschließend folgten ein 3:0 gegen Aachen und ein torloses Remis in Regensburg.

Besonders eindrucksvoll fiel das jüngste Heimspiel aus. Denn beim 7:1 gegen Großaspach trafen sieben verschiedene Wiesbadener Spieler. Zusammen mit dem anschließenden 4:1 in Verl stehen damit elf Tore aus den letzten beiden Begegnungen zu Buche.

Damit steht Wiesbaden nach zwölf Spielen mit 18 Punkten auf Rang sechs. Allerdings beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz noch sechs Zähler. Die jüngste Serie bietet deshalb eine gute Grundlage, um den Anschluss nach oben weiter zu suchen.

Vier Torschützen und wichtige Impulse von der Bank

Beim jüngsten Auswärtserfolg in Verl trafen Lukas Schleimer, Marcus Müller, Robin Kalem und Niklas May. Nach Schleimers Führung gelang den Gastgebern zunächst der Ausgleich. Doch Müller brachte Wiesbaden nach der Pause erneut nach vorne. Erst in der Nachspielzeit machten Kalem und May den Sieg schließlich deutlich.

Das Ergebnis allein erzählt deshalb nicht die ganze Geschichte. Verl stellte den SVWW vor Aufgaben, bevor die Hessen ihre Führung absicherten. Zudem sorgten die Einwechselspieler für wichtige Impulse.

Dabei hob Seitz nach der Partie die verbesserte Kontrolle nach seiner taktischen Umstellung hervor. Außerdem beschrieb Müller das Zusammenspiel der Mannschaft mit den Worten: „Jeder im Team weiß, was er zu tun hat“. Diese Aussage fiel nach dem Verl-Spiel und passt zum gewachsenen Selbstvertrauen.

Wie sich der Aufschwung bereits zuvor angekündigt hatte, lest ihr in unserem Vorbericht zum Auswärtsspiel in Verl.

SVWW gegen Havelse: Das Schlusslicht ist wieder stabiler

Zwar stehen die Gäste mit zehn Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Dennoch wäre es zu einfach, Havelse allein an dieser Position zu messen. Denn die Mannschaft von Samir Ferchichi blieb zuletzt vier Ligaspiele ohne Niederlage.

Nach dem 0:5 in Regensburg begann die Stabilisierung mit zwei Unentschieden gegen Würzburg und in Meppen. Anschließend gewann der TSV mit 3:2 gegen Saarbrücken. Johann Berger verwandelte dabei zwei Elfmeter, bevor Eric Voufack den dritten Treffer beisteuerte.

Zuletzt trennte sich Havelse mit 1:1 vom FC Ingolstadt. Dabei blieb die Partie bis zum Ende offen. Allerdings vergab Alexander Guiddir in der Schlussphase sogar noch eine Gelegenheit zum Sieg.

Damit sammelten die Niedersachsen aus diesen vier Begegnungen sechs Punkte. Gerade der Sieg gegen Saarbrücken zeigt, dass sie auch einen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte schlagen können.

SVWW gegen Havelse: Die letzten fünf Ligaspiele im Vergleich

Die Ergebnisse zeigen Wiesbadens Aufschwung und die jüngste Stabilisierung der Gäste. Dabei stehen alle Resultate aus Sicht der jeweils genannten Heimmannschaft.

SV Wehen Wiesbaden – letzte fünf Ligaspiele
Datum Begegnung Ergebnis
11.10.2026 FC Ingolstadt – SVWW 2:4
14.10.2026 SVWW – Alemannia Aachen 3:0
17.10.2026 Jahn Regensburg – SVWW 0:0
24.10.2026 SVWW – SG Sonnenhof Großaspach 7:1
31.10.2026 SC Verl – SVWW 1:4

Bilanz: vier Siege, ein Unentschieden, 13 Punkte und 18:4 Tore.

TSV Havelse – letzte fünf Ligaspiele
Datum Begegnung Ergebnis
10.10.2026 Jahn Regensburg – TSV Havelse 5:0
13.10.2026 TSV Havelse – Würzburger Kickers 2:2
18.10.2026 SV Meppen – TSV Havelse 1:1
25.10.2026 TSV Havelse – 1. FC Saarbrücken 3:2
31.10.2026 TSV Havelse – FC Ingolstadt 1:1

Bilanz: ein Sieg, drei Unentschieden, eine Niederlage, sechs Punkte und 7:11 Tore. Die letzten vier Begegnungen blieben jedoch ohne Niederlage.

Wiesbaden gegen den TSV: Die Erinnerung an April bleibt

Auch der direkte Vergleich liefert den Gastgebern einen Grund für volle Konzentration. Denn beim letzten Aufeinandertreffen am 8. April 2026 verlor Wiesbaden zu Hause mit 1:4 gegen Havelse.

Damals stand es zur Pause noch 1:1. Nach dem Seitenwechsel entschieden die Gäste die Begegnung jedoch klar für sich. Dagegen hatte Wiesbaden das Hinspiel jener Saison am 1. November 2025 mit 2:0 in Havelse gewonnen.

Beide Mannschaften kennen also das Gefühl, dieses Duell für sich zu entscheiden. Allerdings lässt sich daraus kein Ergebnis für Samstag ableiten. Als Warnung vor einer vermeintlich einfachen Aufgabe taugt die jüngste Heimniederlage trotzdem.

Personalstand vor dem Heimspiel

Vor der Reise nach Verl meldete der SVWW fünf Ausfälle. Donny Bogicevic, Jordy Gillekens, Sinan Karweina, Simon Stehle und David Suárez standen damals nicht zur Verfügung.

Allerdings stammt diese Meldung vom 29. Oktober. Ob einzelne Spieler gegen Havelse zurückkehren können, bleibt zum Recherchestand am 4. November offen. Eine abschließende Bestätigung der Spieltagskader lag für beide Mannschaften noch nicht vor.

SVWW gegen Havelse: Michael berichtet live vor Ort

Die Ausgangslage verspricht eine interessante Bewährungsprobe. Wiesbaden bringt Torhunger und Selbstvertrauen mit. Havelse reist dagegen mit einer kleinen Serie und der Hoffnung auf weitere Punkte im Abstiegskampf an.

Aus unserer Sicht dürfte entscheidend werden, wie geduldig der SVWW seine Angriffe aufbaut und dabei gegnerische Gegenstöße absichert. Dabei könnte ein frühes Tor helfen. Doch die jüngste Entwicklung der Gäste spricht dafür, über die gesamte Spielzeit aufmerksam zu bleiben.

Michael Rüdiger Kaiser begleitet die Partie direkt aus der BRITA-Arena. Dabei berichtet er für Südwest Ballsport live vom Geschehen vor Ort.

Weitere Informationen findet ihr auf den offiziellen Vereinsseiten des SV Wehen Wiesbaden und des TSV Havelse. Unsere weiteren Berichte stehen in der Rubrik zur 3. Liga, im Fußballbereich und im Sportmagazin.

Foto: Volz

Susanne Büttner

Redakteurin mit Schwerpunkt Sportberichterstattung, Online-Redaktion und Social Media.

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