Sehr viel Anspannung und keine Treffer zur Pause
Nach der 2:3 Niederlage in Darmstadt und einer turbulenten Woche stellt KSC-Coach Eichner dreimal um. Kobald, Rapp und Opitz starten, während Müller und Förster auf der Bank Platz nehmen. Beifus fehlt gelb-gesperrt.
Beim SC Paderborn reagiert Ralf Kettemann ebenfalls mit drei Änderungen auf das 1:2 in Elversberg. Curda, Copado und Michel starten für Brackelmann (Rotsperre), Copado und Michel (beide Bank).
Schiedsrichter Gansloweit hatte pünktlich im Wildpark angepfiffen und die Hausherren starteten mit einiger Wucht. Die Gäste standen allerdings kompakt und versuchten immer wieder mit langen Bällen die Gastgeber auszubremsen. Das sollte auch gelungen, die erste Drangphase war nach gut zehn Minuten überstanden. Mittlerweile hatten die Ostwestfalen auch deutlich mehr Ballbesitz als der KSC.
Erste brenzlige Situation für Bernat im Tor der Badener in der 18.Minute: Curda hatte aus dem rechten Halbfeld geflankt und Michel kam aus 8m ziemlich unbedrängt zum Kopfball. Zu unplatziert kein Problem für den Keeper. Paderborn blieb hier weiter auf dem Gaspedal, hatte in der 23.Minute die nächste Möglichkeit durch Copado. Der blieb aber mit seinem Versuch zunächst hängen und der Versuch von Michel nachzusetzen landete in den Armen von Bernat.
VAR-Check nach Foul Franke
In der 33.Minute meldete sich erstmals der VAR. Franke war zu spät dran, hatte Bätzner abgeräumt. Gelbe Karte und der VAR überprüfte auf eine mögliche rote Karte. Die Entscheidung blieb bestehen, gelbe Karte und Franke durfte weiterspielen.
Die nächste Chance wieder für die Gäste, gespielt waren 36 Minuten. Ein Freistoß flog in den Karlsruher Strafraum, wo Bernat von Franke in der Luft getroffen wurde. Den nachfolgenden Heber fischte Herold von der Linie. Danach war kurz die Begegnung unterbrochen. Bernat konnte aber weitermachen.
Schlussphase in Karlsruhe und in der 40.Minute ein Abschluss von Schleusener, der es aus 18m probiert hatte, dessen Schuss aber geblockt wurde. Drei Minuten später hatte Karlsruhe Glück, dass der Kopfball von Curda, nach Flanke von Obermair, nur an die Latte flog.
Nach drei Minuten Nachspielzeit war Pause im BBBank Wildpark. Ein durchwachsenes Spiel zweier Teams, die nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen.
KSC geht in der zweiten Halbzeit unter
Nach Platzverweis Schleusener brechen alle Dämme
Wechsel beim KSC mit Wiederanpfiff. Für Rapp kam Wäschenbach in die Mannschaft. Bei Paderborn ging es vor 28.166 Zuschauern (473 Gäste) unverändert weiter.
VAR kassiert Opitz Treffer
In der 48.Minute die vermeintliche Führung für Karlsruhe. Die Flanke von Herold von der linken Seite landete im Zentrum, wo Schleusener im Zusammenspiel mit Obermair eine Kerze produzierte. Der Ball flog Richtung linker Pfosten, wo Opitz einnicken konnte. Dann meldete sich der "Keller", hatte in der Entstehung ein Foul von Wäschenbach an Curda entdeckt. Der Treffer wurde einkassiert.
Gelb-rot für Schleusener
Die 53.Minute lief und das Unglück nahm für die Gastgeber nun mehr und mehr seinen Lauf. Schleusener war im Strafraum im Duell mit Götze zu Boden gegangen, scheinbar jedoch ohne Kontakt. Der Stürmer hatte zwar keinen Strafstoß gefordert, sah er dennoch wegen "Schwalbe" sein zweites Gelb und musste entsprechend vom Platz. Der nächste Nackenschlag, nach dem anerkannten Treffer vor wenigen Minuten.
Führung Paderborn durch Curda
Der Druck der Ostwestfalen nahm zu und diese setzten sich ab der 64.Minute am gegnerischen Strafraum fest. Den Kopfball von Curda konnte Bernat noch stark retten. Die nächste Flanke aus dem rechten Halbfeld von Götze. Im Zentrum war Curda schneller als Jung und der dritte Kopfball an diesem Tag sollte passen. Führung Paderborn und schwere Zeiten für die Badener.
Doppelpack Curda
In der 71.Minute eine Flanke von Bätzner, welche Bernat nicht entschärfen konnte. Copado wurde zwar im Nachsetzen noch geblockt, der Ball sprang aber Curda vor die Füße, der aus drei Metern nur noch abstauben musste.
Wechsel auf beiden Seiten direkt nach diesem Treffer. Die Gäste ersetzten Michel durch Bilbija, beim Gastgeber kam Šimić für Jung.
Paderborn konnte nun Ball und Gegner nach Belieben laufen lassen. Doppelter Wechsel beim SCP in der 77.Minute: Sticker und Tigges kamen neu für Copado und Doppelpacker Curda.
Obermair zum Dritten
Diese Schicht war nun für Karlsruhe gelaufen. Von der Strafraumgrenze traf Obermair in der 78.Minute flach ins linke Eck. Hier war nun der Deckel endgültig drauf und Karlsruhe musste aufpassen, hier nicht komplett unterzugehen.
Letzter Wechsel bei den Blauen. Scholl kam für Opitz (83.). In der gleichen Minute sah auch noch KSC-Abwehrchef Franke, nachdem er Tigges umgerissen hatte, die gelb-rote Karte. Doppelwechsel noch einmal bei Paderborn nach dieser Szene: Castaneda und Engelns lösten Bätzner und Klaas ab.
Schneller mit dem 4:0 Endstand
Jetzt griff auch noch Bernat in der 87.Minute bei einer Ecke vorbei und Schneller konnte ins leere Tor einköpfen.
Sechs Minuten Nachspielzeit waren angezeigt. Diese liefen runter und am Ende stand nicht nur ein frustrierendes Ergebnis, sondern wohl auch ein Tiefpunkt der laufenden Runde.







