Brisanz schon vor dem Anpfiff; Affäre Erdmann bei Fans nicht vergessen
Nicht viel Bewegung in der Startelf von Alois Schwartz: Gegenüber dem umkämpften 2:1 Heimerfolg gegen Viktoria Köln rückt lediglich Krahn für Baumann in die erste Elf: Menzel – Bichsel, Sonnenberg, Wilhelm – Bretschneider, Krahn, Zeitz, Rizzuto – Civeja – Pick, Brünker.
Gegenüber Markus Fiedler nimmt drei Wechsel vor: Mathisen wird Vater, Nollenberger ist angeschlagen und Ulrich nimmt zunächst auf der Bank Platz. Neu dafür im Team Müller, Michel und Ghrieb. Die Starter: Reimann – Müller, Hugonet, Hoti – Musonda, Michel, Gnaka, Bockhorn – Atik, Ghrieb – Kaars.
Schiedsrichter Dr.Robin Braun hatte im "Park" pünktlich angepfiffen. In der 5.Minute die erste Torannäherung der Saarländer. Pick hatte die Kugel auf der linken Seite nach vorne getrieben, fand allerdings im Zentrum noch keinen Abnehmer. Neben dem Spielverlauf wurde natürlich, wie erwartet, jeder Ballkontakt von Atik auf der Magdeburger Seite von Pfiffe begleitet. Der FCM entwickelte mit zunehmender Spieldauer mehr Druck. Noch bekamen allerdings der Drittligist immer wieder ein Bein in die Szene.
In der 22.Minute fasste sich Krahn aus 25m ein Herz, zog aus zentraler Position ab. Das war ein schöner Strich, aber links am Gehäuse von Riemann vorbei. Nach der Trinkpause, in der 27.Minute, der nächste vielversprechende Angriff des FCS über rechts und Brünker mit Abschluss. Dessen Schuss wurde geblockt, ging links über das Tor. Zwei Minuten später kam Bretschneider von links zur Flanke, fand auch den Kopf von Brünker, der aber die Kugel nicht kontrollieren konnte.
In der 33.Minute die beste Chance des gesamten Spiels. Angriff und Flanke von Rizzuto vom links, die Kugel rutschte durch und plötzlich stand Pick halbrechts frei, konnte den Ball aufs Tor zimmern. Kurzer Jubel im Ludwigspark, aber das war nur das Außennetz. Nächste Chance, 37.Minute, erneut für die Gastgeber. Wieder war es Civeja aus der Distanz, diesmal konnte Reimann zur Seite klären
Die Schlussphase, sprich die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit waren angebrochen. Vom Zweitligisten kam zu diesem Zeitpunkt des Spiels sehr wenig. Freundlich könnte man von kontrolliertem Spiel reden. Aber das passte auch nicht, da man zuviel gewähren ließ.
Führung Magdeburg durch Kaars aus dem Nichts
Das kam zu diesem Zeitpunkt doch überraschend, zeigte aber dann doch die individuelle Qualität der Gäste. Ein schneller Gegenzug in der 43.Minute führte zum Treffer von Kaars. Gnaka hatte den Ball erobert und Kaars in den Lauf gelegt.
Zweiter Treffer durch Kaars in der Nachspielzeit
Die Nachspielzeit, drei Minuten, war angebrochen und jetzt wurde es extrem bitter. Binnen weniger Minuten trafen die Gäste doppelt, spielten ihre ganze Klasse aus. Diesmal war es Ghrieb der eiskalt abschließen konnte. Nach einer eigentlich geklärten Ecke kannte Kaars durchstecken und Ghrieb versenkte ins kurze Eck.
Die Nachspielzeit war zu Ende und es ging in die Kabinen.
Foto: Brück
Civejas Treffer reicht nicht
Saarbrücken unterliegt in Runde 1 gegen Magdeburg mit 1:3
Personell ging es auf beiden Seiten zunächst unverändert weiter. Seit Wiederanpfiff wirken die Gäste deutlich zielstrebiger, ohne jedoch Chancen kreieren zu können. Oftmals zirkuliert die Kugel in den eigenen Reihen, was angesichts des Spielstandes wohl auch genügt.
In der 58.Minute mal wieder eine Torannäherung der Blau-Schwarzen. An der Strafraumgrenze zog Rizzuto von rechts ins Zentrum, wo er mit links abzog. Kein Problem für Riemann, der die Szene gut antizipiert hatte.
0:3 durch Doppelpacker Ghrieb
Mit dem nächsten Angriff der Magdeburger, 59.Minute, schlug es tatsächlich wieder im Tor von Menzel ein. Atik hatte Ghrieb bedient und der fackelte nicht lange, traf von halblinks ins linke Kreuzeck.
Kurz nach dem Treffer, 62., wechselten die Gäste doppelt: Für Gnaka und Michel kamen Stalmach und Ahl-Holmström. Auch Saarbrücken reagierte, brachte eine Minute später Elongo-Yombo und Rabihic für Zeitz und Pick.
Civeja mit dem 1:3
Doch nochmal ein Hauch von Hoffnung für den Drittligisten. Zunächst hatte Civeja in der 66 Minute noch mit der Fußspitze vorbei gezielt, eine Minute später traf er genauer. Hugonet hatte beim eigenen Spielaufbau die Kugel verloren und der Mittelfeldspieler konnte per Flachschuss einnetzen.
Doppeltausch beim FCM in der 71.Minute: Für das Sturmduo Ghrieb und Atik kamen Ulrich und Pesch zum Einsatz.
Wenn Du kein Glück hast, kommt auch noch Pech dazu. So verpasste Brünker eine Flanke nur ganz knapp. Der anschließende Schuss von Rizzuto wurde geblockt (76.). Im Anschluss hatte Civeja Schicht, neu für ihn dabei Multhaup.
Latte rettet für Menzel
In der 80.Minute die Chance für Kaars zur endgültigen Entscheidung. Der Topscorer traf aus bester Position aber nur die Querlatte. Nun kam auch noch Baumann, 82., für Bretschneider.
Diesmal Lattenglück für die Gäste
Jetzt auch noch Glück für den FCM. Brünker hatte per Kopf abgelegt, Multhaup mit voller Wucht aus 8m an die Latte. Gespielt war mittlerweile schon die 87.Minute.
Auf der Anzeigetafel erschienen moderate 6min Nachspielzeit. Auch die verstrichen und am Ende gewann der Zweitligist in Summe hochverdient im Saarland. Die Mannen von Alois Schwartz versteckten sich nicht, fanden aber keine Antworten mehr auf die Treffer der ersten Halbzeit.







