Jägersburg beweist in Unterzahl tolle Moral
Die Geschichte eines Spiels ist oftmals schnell geschrieben. Der Favorit geht zeitig in Führung, der Underdog kassiert dazu einen frühen Platzverweis und die Begegnung geht den so vorbestimmten Weg.
Anders heute vor 200 Zuschauern im Alois Omlor Sportpark in Jägersburg.
Wie erwartet, ging der FKP forsch ins Spiel, hatte mehr Spielanteile, ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu kommen. Das Spiel fand weitestgehend zwischen den Strafräumen statt. Für die Gäste hatte Moritz Theobald eine Schusschance, beim FSV war es Moritz Doll. Dessen Schuss wurde aber zur Ecke geklärt. In der 23.Minute hatte dann Theobald die nächste Schußmöglichkeit. Keine zwei Minuten später war es Krob, der einen Pass in den freien Raum auf Theobald durchsteckte. Dieser nahm den Ball mit und erzielte die 1:0 Führung.
Spielertrainer sieht gelb-rote Karte
Als dann Christian Frank in der 36.Minute vom Feld geschickt wurde, schien die Begegnung zugunsten von Pirmasens gelaufen. Allerdings versäumte es der Tabellenführer, die nummerische Überzahl zu nutzen und es ging mit dem 0:1 in die Pause.
Wechsel mit Folgen
Mit dem Seitenwechsel reagierte der FSV personell. Für Tim Schäfer kam Tom Koblenz ins Spiel. Diese Personalie sollte den Spielausgang noch prägen.
Die nächste Chance hatte aber in der 51.Minute zunächst Theobald ,nach Zuspiel von Krob. Fünf Minuten später brachte Trainer Gries dann Doll für Dimitrijevic. In der 62. Minute reagierte auch Christian Frank auf Jägersburger Seite. Für Ehrmann und Klotsch kamen Steinhauer und Schmieden.
FKP verpasst Entscheidung
Auch nach den Wechseln, blieb Pirmasens die präsentere Mannschaft. Ein weiterer Treffer wollte jedoch nicht gelingen. Die möglichen Konter verpufften und es fehlte an Präzision. Daran änderte auch die Einwechslung von Erhardt für Theobald (76.) wenig. Zum Entsetzen der mitgereisten Anhänger der Schuh-Städter kam der eingewechselte Tom Koblenz in zentraler Position zum Schuss, fast sich ein Herz und traf nach 85 Minuten für die Saarpfälzer. Der anschließende Wechsel, Schnell für Scherpf, brachte keine Wirkung mehr. Die letzte Chance des Spiels hatte Erhardt für Pirmasens kurz vor dem Schlusspfiff. Sein Schuss ging jedoch am Tor vorbei.
Mit dem Abpfiff ging ein Jubel durch den Sportpark, die Spieler in den lila Trikots lagen sich jubelnd in den Armen. Die Blauen wirkten ernüchtert und wussten nicht so recht wie ihnen geschieht.
Fazit:
Mit nur einem Sieg aus den letzten vier Spielen, allesamt gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, läuft der FKP seiner Form zum Saisonstart hinterher. Will man eine ernsthafte Aufstiegschance haben, muss aus den letzten vier Spielen vor der Winterpause möglichst die volle Punktzahl erreicht werden. Dies scheint bei Gegnern wie Mechtersheim, Diefflen, Auersmacher und Kaiserslautern aber kein Selbstläufer zu werden.
Für Jägersburg könnte dieser Punkt, gerade zum Ende der Runde, Gold wert sein. Für die oftmals gelobte, aber unbelohnte Mannschaft, war dieser Punktgewinn sehr wichtig und sollte Auftrieb für die nächsten Aufgaben geben.







