Druck auf Hertha ist groß, der Wunsch nach dem "Finale daheim" riesig
Wenn der FCK morgen zum Achtelfinale des DFB-Pokals nach Berlin reist, scheinen die Rollen klar verteilt. Die Herthaner sind das Team der Stunde in der Liga, haben ligaübergreifend sechs Spiele ohne Gegentreffer zubuche stehen.
Begleitet werden die Pfälzer von mindestens 4.813 Fans in die Bundeshauptstadt. Beim Personal fehlen, so FCK-Pressesprecherin Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck, die Langzeitverletzten Asta, Redondo und Emreli, sowie Kim und Joly, mit deren Rückkehr wohl zeitnah gerechnet werden kann. Auch Gyamfi, in der Liga gelb-gesperrt vermisst, kehrt in den Kader zurück.
Schlechtes Muster entwickelt
Auch wenn seine Mannschaft in Fürth (mit Pokal zweifach) und in Karlsruhe gewonnen habe, gefielen ihm, so Lieberknecht, manche Verhaltensmuster nicht: "Man musste Dinge in aller Klarheit ansprechen und ich war auch einen Tag später nicht einverstanden. Das betraf nicht nur das Spiel, sondern auch, dass wir ein Muster entwickelt haben, gute Spiele nicht zu bestätigen.“ so habe er deutlich auch die Einstellung hinterfragt: "Ziel war es zu hinterfragen, warum das so ist.
Die Mannschaft ist in der Verantwortung, eine Reaktion zu zeigen“. Eine klare Ansage des Übungsleiters Richtung seines Teams.
Klassisches Pokalspiel erwartet
Der Druck auf die Hertha könnte von Vorteil für den FCK sein. Wie schon in der Saison 2023/24 sei die Erwartung an die Gastgeber natürlich groß, der Wunsch nach einem Finale daheim riesig. Hertha BSC Berlin, das sechs Siege in Folge ohne Gegentor erzielt hat, gilt natürlich als Favorit. Der FCK-Cheftrainer will jedoch keinesfalls schon im Vorfeld abschenken: „Wir kennen die Stärken der Herthaner, auch aus dem Ligaspiel.
Die kamen vor allem dann zum Tragen, wenn wir im Offensivspiel keine Restabsicherung setzen konnten."
Kein Leaderproblem
Auf den auswärts scheinbar fehlende Biss reagierte Lieberknecht recht gelassen. Er wolle kein grundsätzliches Problem erkennen, sondern hoffe darauf, dass Spieler, die in einzelnen Spielen überragt hätten, immer mehr Verantwortung übernehmen würden. Als Beispiel für diese Führungseigenschaften nannte Torsten Lieberknecht dann Fabian Kunze. Dessen Mentalität müssten nach und nach auch andere Spieler entwickeln.





