Am Mittwoch, den 4. November, fand in der Schwarzwaldhalle die Mitgliederversammlung des KSC e.V. statt. 393 stimmberechtigte Mitglieder kamen zusammen, um die Sitzung mit 16 Tagesordnungspunkten zu verfolgen. Zudem begleiteten weitere 900 weitere Mitglieder die Veranstaltung im Livestream.
Pünktlich um 18 Uhr eröffnete Präsident Holger Siegmund-Schultze im Namen des gesamten Präsidiums die ordentliche Mitgliederversammlung des Karlsruher SC. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder sowie der Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und Beschlussfähigkeit genehmigten die anwesenden Mitglieder die Tages- und Geschäftsordnung mit deutlicher Mehrheit. Anschließend wurde die Niederschrift der vergangenen Mitgliederversammlung bekanntgegeben.
Dann folgte der allgemeine Jahresbericht des Präsidiums zum KSC e.V. sowie zur Profifußballgesellschaft und ihren Tochtergesellschaften.
Siegmund-Schultze: „Die beste Version des KSC liegt nicht hinter uns, sie liegt vor uns.“
Siegmund-Schultze blickte auf das vergangene Geschäftsjahr zurück und hob die sportliche Neuausrichtung mit dem neuen Trainerteam und dem Fokus auf junge Talente hervor. Dabei betonte er: „Das Ziel ist dabei nicht einfach, Talente zu verkaufen, sondern sie sportlich weiterzuentwickeln und dadurch wirtschaftlichen Handlungsspielraum zu schaffen.“ Zudem unterstrich er die Bedeutung weiterer Investitionen in die Infrastruktur, etwa durch den Bau des neuen Profitrainingsplatzes. Darüber hinaus ging der Präsident auf die strukturelle Neuausrichtung des Vereins ein. Mit „KSC BEWEGT.“ sollen mehr Menschen in Bewegung gebracht werden. Auch der Frauenfußball spielt eine wichtige Rolle, denn „Frauenfußball ist kein Nebenprojekt, sondern Teil der Zukunft des Vereins.“
Anschließend präsentierte Michael Becker den Jahresbericht der Profifußballgesellschaft. Dabei stellte unser Sprecher der Geschäftsführung die wirtschaftliche und sportliche Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres vor. „Auch in diesem Jahr konnten wir einen Rekordumsatz von 56,8 Millionen Euro erzielen“, sagte Becker. Der Jahresüberschuss lag bei 1,8 Millionen Euro. Zudem gab er einen Überblick über den Weiterentwicklungsprozess des Clubs. Im Mittelpunkt standen die sportliche Strategie, die Verbesserung der Rahmenbedingungen, die Vorbereitung auf ein sportliches Erfolgsszenario und der Frauenfußball.
Danach betrat Mario Eggimann, Geschäftsführer Sport, das Rednerpult. Nach einem Rückblick auf die vergangene Spielzeit und einer Einordnung der aktuellen sportlichen Situation ging der 45-Jährige auf die strategische Entwicklung ein. Dabei hob er hervor: „Wir werden weiter in unser Personal investieren, denn wir bilden nicht nur Spieler aus, sondern auch Trainer oder Funktionäre.“ Außerdem thematisierte er die Neuordnung der Abteilungsstrukturen im sportlichen Bereich und den Erfolg der Frauenmannschaft des KSC. „Ich kann euch heute keinen Tabellenplatz versprechen, aber ich kann versprechen, Entscheidungen künftig noch ehrlicher anzusprechen“, betonte Eggimann zum Abschluss seines Berichts.
Im Anschluss trat Michael Becker erneut an das Rednerpult und gab weitere Einblicke in die Zahlen und nahm auch zur 50+1-Regel Stellung: „Wir sind totaler Unterstützer dieser Regel und werden uns im Rahmen unserer Möglichkeiten bei der Vollversammlung der Bundesliga dafür einsetzen, dass es zu Wettbewerbsgleichheit kommt.“
Gegen 19:00 Uhr präsentierte Petra Schalm, stellvertretende Vorsitzende des Mitgliederrats, den Jahresbericht des Mitgliederrats. Sie blickte auf die Arbeit des Gremiums im vergangenen Geschäftsjahr zurück und erläuterte dessen Neuausrichtung mit vier Ausschüssen. Weitere Themen waren die neue Struktur des KSC e.V., die Beitragsstruktur, die Auflösung der Dartabteilung und der Jahresabschluss. Zudem ging Schalm auf die Erfolge der verschiedenen Sportabteilungen des Vereins ein.
Es folgte der Bericht der Revisoren, der digital vorgetragen wurde. Anschließend hatten die Mitglieder im Rahmen der Aussprache Gelegenheit, Fragen zu den Berichten zu stellen und mit den Verantwortlichen des Clubs direkt in den Austausch zu treten.
Im Anschluss wurde sowohl das Präsidium als auch der Mitgliederrat mit deutlicher Mehrheit entlastet.
Satzungsänderungen
Es folgten die Jahresberichte der Abteilungen die HIER online einsehbar ist.
Unter Tagesordnungspunkt 15 standen vier Anträge auf dem Programm. Zunächst befassten sich die Mitglieder mit einer Anpassung der Satzung des KSC e.V. an die Vorgaben der Lizenzierungsordnung der Bundesliga sowie weiteren klarstellenden und redaktionellen Änderungen.
Anschließend stand die Strukturreform des KSC e.V. zur Abstimmung. Mit der Einführung operativer Bereiche soll die ehrenamtliche Arbeit gestärkt und der Verein organisatorisch an die gewachsenen Anforderungen angepasst werden.
Darüber hinaus entschieden die Mitglieder über Änderungen der Satzung der Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix GmbH & Co. KGaA sowie des Gesellschaftsvertrags der Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix Management GmbH.
Die Ergebnisse lauten wie folgt:
15.1 – Zustimmung in Form der Zweidrittelmehrheit
15.2 – Zustimmung in Form der Zweidrittelmehrheit
15.3 – Zustimmung in Form der einfachen Mehrheit
15.4 – Zustimmung in Form der einfachen Mehrheit
Unter dem abschließenden Tagesordnungspunkt 16 „Verschiedenes“ kamen noch einmal die Mitglieder zu Wort.
Um 20:19 Uhr schloss KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze die Mitgliederversammlung.
Foto: Karlsruher SC





