Vor dem ersten Derby der laufenden PENNY DEL Saison rückt unser Löwen Frankfurt Gegnercheck die Hessen in den Mittelpunkt. Am Freitag, 23. Oktober 2026, empfangen die Adler Mannheim ihren Rivalen in der SAP Arena. Nach einer enttäuschenden vergangenen Spielzeit haben die Frankfurter ihren Kader auf mehreren Positionen verändert. Doch wie gefährlich sind die Löwen inzwischen, und welche Spieler könnten im Derby entscheidend werden?
Löwen Frankfurt Gegnercheck: Schwierige Vorsaison als Ausgangspunkt
Die vergangene Saison verlief für die Löwen Frankfurt alles andere als zufriedenstellend. Mit lediglich 53 Punkten aus 52 Hauptrundenspielen landeten die Hessen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dabei offenbarte besonders die Defensive erhebliche Schwächen.
Während Frankfurt selbst 132 Treffer erzielte, musste die Mannschaft insgesamt 196 Gegentore hinnehmen. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen bereits im November 2025 für einen Trainerwechsel. Tom Rowe musste gehen, während Tom Pokel die Verantwortung übernahm.
Gemeinsam mit Assistenztrainer Emil Rasmussen soll Pokel nun für mehr Stabilität sorgen. Gleichzeitig verfolgen die Frankfurter das Ziel, wieder die Playoffs zu erreichen.
Neue Torhüter bei den Löwen Frankfurt
Auch auf der Torhüterposition gab es während der Sommerpause Veränderungen. Mit Adam Scheel verpflichteten die Frankfurter einen US-amerikanischen Schlussmann, der zuvor bei Barys Astana in der KHL unter Vertrag stand.
Scheel soll künftig die Rolle des Stammtorhüters übernehmen. Darüber hinaus verlängerte Cody Brenner seinen Vertrag. Mit Nico Pertuch vom ERC Ingolstadt verstärkte sich Frankfurt außerdem durch einen jungen deutschen Torhüter.
Im Gegenzug verließen Dustin Tokarski und Mirko Pantkowski den Verein. Damit präsentiert sich das Torhüterteam der Löwen zur Saison 2026/27 deutlich verändert.
Löwen Frankfurt Gegnercheck: Mehr Erfahrung in der Defensive
Besonders in der Verteidigung mussten die Verantwortlichen mehrere Abgänge auffangen. Tommy Pasanen wechselte zu den Grizzlys Wolfsburg, Ryan McKiernan zu den Starbulls Rosenheim und Reid McNeill nach Ljubljana.
Um diese Lücken zu schließen, verpflichteten die Löwen mit Björn Krupp und Konrad Abeltshauser zwei erfahrene deutsche DEL-Verteidiger. Beide bringen körperliche Präsenz sowie langjährige Erfahrung auf höchstem nationalem Niveau mit.
Darüber hinaus gehören Maksim Matushkin, Michael Joyaux, Linus Fröberg, Fabio Kose und Philipp Bidoul weiterhin zum Aufgebot.
Wie wichtig einzelne Spieler für Frankfurt sind, zeigen die Zahlen aus der Vorsaison. Linus Fröberg sammelte zehn Tore und 26 Vorlagen. Kapitän Maksim Matushkin verbuchte dagegen elf Treffer und 22 Assists in 44 Hauptrundenpartien.
Frankfurts Offensive mit zahlreichen Veränderungen
Nicht nur die Defensive, sondern auch der Angriff wurde neu zusammengestellt. Chris Wilkie wechselte zu den Kassel Huskies, während Nathan Burns und Dennis Lobach ebenfalls neue Vereine fanden. Auch Carter Rowney und Carter Proft stehen nicht mehr im Frankfurter Kader.
Mit Cameron Brace blieb allerdings ein wichtiger Torjäger erhalten. Der Angreifer erzielte in der vergangenen Hauptrunde 20 Treffer und war damit der erfolgreichste Torschütze der Löwen.
Außerdem setzen die Hessen weiterhin auf Daniel Pfaffengut, Matthew Wedman, Ty Glover, Eric Uba und Timo Kose.
Neue Angreifer sollen für mehr Durchschlagskraft sorgen
Zusätzliche Qualität versprechen sich die Verantwortlichen von Dominik Uher und Robin van Calster, die aus Köln nach Frankfurt wechselten.
Brandon Biro und Austin Wagner verfügen zudem über KHL-Erfahrung. Anthony Romano spielte zuletzt bei den Springfield Thunderbirds in der AHL. Matěj Leden komplettiert die Neuzugänge im Angriff.
Damit stehen Trainer Tom Pokel mehrere neue Optionen zur Verfügung. Allerdings muss sich im weiteren Saisonverlauf zeigen, wie erfolgreich das Zusammenspiel der veränderten Mannschaft funktioniert.
Löwen Frankfurt Gegnercheck: Wechselhafter Start in die DEL-Saison
Der bisherige Saisonverlauf zeigt, dass die Löwen Frankfurt sowohl überzeugende Auftritte als auch deutliche Rückschläge erlebt haben.
Zum Auftakt gelang ein 5:0-Auswärtssieg in Schwenningen. Danach folgten jedoch eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung in Köln sowie ein 1:2 gegen Nürnberg.
Anschließend überraschten die Frankfurter mit einem 4:1-Auswärtserfolg in München. Allerdings konnten sie diesen Schwung zunächst nicht mitnehmen. Gegen Berlin (0:2), Bremerhaven (1:2) und Krefeld (2:5) setzte es drei Niederlagen nacheinander.
Beim ERC Ingolstadt meldeten sich die Hessen mit einem 3:2 nach Penaltyschießen zurück. Doch bereits gegen Straubing folgte eine weitere 1:4-Niederlage.
Im jüngsten Spiel gegen die Iserlohn Roosters feierte Frankfurt dagegen einen 4:1-Erfolg. Vor dem Derby gegen Mannheim belegen die Löwen den elften Tabellenplatz.
Weitere Resultate und Spieltermine sind im offiziellen Spielplan der PENNY DEL zu finden.
Adler Mannheim gegen Löwen Frankfurt: Was entscheidet das Derby?
Der Löwen Frankfurt Gegnercheck verdeutlicht, dass die Hessen nach den umfangreichen Veränderungen noch um Konstanz kämpfen. Dennoch haben mehrere Ergebnisse bereits gezeigt, dass Frankfurt auch auswärts gefährlich werden kann.
Für Mannheim dürfte es deshalb entscheidend sein, die Frankfurter Offensive frühzeitig unter Druck zu setzen. Gleichzeitig müssen die Adler besonders auf die erfahrenen Leistungsträger und die schnellen Angreifer der Gäste achten.
Wie die Adler Mannheim zuletzt aufgetreten sind, zeigt unser Spielbericht zum Erfolg gegen die Straubing Tigers.
Weitere Meldungen, Analysen und Spielberichte rund um die Liga finden Eishockeyfans in unserem DEL-Archiv auf Südwest Ballsport.
Das Derby verspricht somit eine interessante Begegnung. Während Mannheim den Heimvorteil nutzen möchte, wollen die Löwen an ihren jüngsten Erfolg anknüpfen.
Foto: Herrmann





