Der neue Finanzchef denkt groß, arbeit aber gerne an Details
Viele der Ausführungen des neuen Geschäftsfűhrers,zuständig für die Finanzen, beim 1.FC Kaiserslautern mögen Außenstehende nicht besonders phasziniert haben. Mich hat Marc Strauß, wie so häufig, komplett mitgenommen.
Die Feststellung, dass jeder anders sei, der FCK nicht Elversberg sei, Kaiserslautern ebensowenig vergleichbar mit Hamburg oder Berlin, klingt nur logisch. Überall gibt es andere Infrastrukturen, andere Merkmale des Standortes und unterschiedliche Kennzahlen. Folgedessen, so die richtige Schlussfolgerung, dass jeder Verein "individuelle Lösungsansätze" brauche. Hier macht Marc Strauß einen sehr reflektierten, überaus gut vorbereiteten Eindruck.
Die bisherige Arbeit aller Beteiligten lobte Strauß ausdrücklich, alles andere wäre auch kontraproduktiv gewesen: "Die Entwicklung des FCK in den letzten Jahren war von einer tollen Arbeit aller Beteiligten geprägt. Hier ist etwas zusammengewachsen, worauf sich aufbauen lässt. Das möchte ich tun und die nächsten Schritte gehen, die zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des FCK führen sollen."
Die ersten "100 Tage" werden, so Strauß, sehr wichtig sein, um sich alles anzuschauen, hinzuhören und die Strukturen, Prozesse und Abläufe im Verein noch besser verstehen zu können. Dann werde er sich anschauen, wo noch Potenziale stecken, um im kaufmännischen Bereich wachsen zu können. Hier stünden größere Projekte an und es seien wichtige Entscheidungen zu treffen.
Schon jetzt ein "Mehrwert"
Aufgrund seines Netzwerkes sei Strauß ein echter Gewinn, so der Vorsitzende des FCK-Beirates, Rainer Keßler: "Jeder weiß um seine Leistung bei der SV Elversberg. Wir kaufen mit ihm auch das Netzwerk, auch bei der Deutschen Fußball Liga. Das ist für uns ein echter Mehrwert."
Ich habe in meiner Eingangsfrage auch meine Sicht auf Dr. Strauß geäußert. Aus einigen persönlichen Gesprächen in Elversberg sehe ich den neuen Finanzchef als ideale Besetzung, als einen Fachmann, der sehr verliebt in kleine Details, an großen Zielen arbeitet. Dies ist eine Herangehensweise, die man gerade als wissenschaftlich bezeichnen kann und dem FCK sehr nutzen wird.





