SV Wehen Wiesbaden führt zur Pause durch den Treffer von Agrafiotis
Keine großen personellen Möglichkeiten für Trainer Roland Seitz beim heutigen Auftritt auf dem Halberg, dem Standort des Wiesbadener NLZ:
Neben den Langzeitverletzten Nicolas Jörg und Lukas Hoffmann mussten die Homburger heute personell weiterhin auf die angeschlagenen Hilal El-Helwe (Achillessehnenprobleme) und Aaron Manu (Sprunggelenksprobleme), sowie den erkrankten Jonas Weyand verzichten. Mit dabei aber, wie bereits gestern gegen den Karlsruher SC II, auch die beiden Probespieler Leon Bucher und Jan Erik Eichhorn.
Daneben waren mit Noel Weinel, Alec Rodriguez und Yannik Schunk (alle U23), Irakli Maruashvili, Niklas Zapotoczny und Torwart Julian Obermann (alle U19) sechs Nachwuchsspieler im Kader.
Die Homburger erwischten einen soliden Start und die erste Elf zeigte, dass hier durchaus Qualität vorhanden ist und man sich nicht ergeben wird. Mit mehr Ballbesitz kontrollierten die Gäste sogar zunächst das Spielgeschehen. In der 13. Minute kamen sie zu einer guten Möglichkeit, als Guthörl nach Flanke von Steinmetz per Seitfallzieher knapp verpasste.
Der Drittligist kam erst nach einer knappen Viertelstunde durch einen Eckball zur ersten Torannäherung. Kurz danach sollte es vor dem Homburger Gehäuse gleich zweifach gefährlich werden. Wiesbaden zweimal zum Abschluss kamen. FCH-Keeper Gelt war aber sowohl beim ersten Versuch, wie auch beim Nachschuss zur Stelle und klärte souverän. In Folge kam Guthörl, 20.Minute, und Agrafiotis zu Abschlüssen. In beiden Fällen blieben die Keeper ungefährdet.
In der 33.Minute ein guter Angriff der Hessen über Karweina. dessen Abschluss aber über das Tor. Fünf Minuten später dann Wiesbaden von der Höhe des Strafraumecks. Der Ball von Ati Allah ging über das Lattenkreuz.
Führung Wiesbaden durch Agrafiotis
Das war ein sauberer Spielzug in der 44.Minute. Agrafiotis wurde freigespielt, kam gut in die Szene und schloss von halbrechts zur Führung ab.
Nach knapp zwei Minuten Nachspielzeit ging es in die Pause.
Gelt hält seine Mannschaft im Spiel
Wiesbaden gelingt ein knapper, aber verdienter Erfolg
Die Begegnung blieb im zweiten Abschnitt offen, mit einem Chancenplus für die Hessen.
Gegen die Saarländer, die gut mitspielen konnten, wäre am Ende aber auch ein Ausgleich möglich gewesen. Nach Fehler von Lukas Schleimer traf Qenaj nur den Pfosten. Zuvor hätte der SVWW allerdings das Spiel schon längst entscheiden müssen, dem stand aber FCH-Keeper Gelt mit mehreren spektakulären Paraden im Weg. So verhinderte er auch einen Treffer des gerade zuvor eingewechselten SVWW-Youngsters Memovic(71.).
Aufregung zwischen SVWW und Homburg
Ungewöhnlich für einen Test die folgenden Szenen, aber ein Freundschaftsspiel muss nicht immer harmonisch verlaufen. So gab es etwa zehn Minuten vor dem Ende doch eine Rudelbildung. SVWW-Kapitän Hübner war dabei so geladen, dass er seinem Homburger Gegenspieler Eichhorn an den Kragen wollte. Am Ende beruhigten sich die Gemüter und final konnte man sich dann doch über einen Sieg freuen.
So ging es Richtung Schlussphase. Ein schneller Konter der Saarländer im der 84.Minute und Eichhorn spielte den Ball in die Mitte, wo Joachims knapp verpasste.
Gleich zu Beginn der "Crunchtime" war es Qenaj, der den Ball gewonnen hatte und aufs Tor zulief. Der Abschluss, dann aus recht spitzem Winkel, trifft aber nur das Aluminium. Das wäre fast doch noch der Ausgleich gewesen.
Abpfiff in Taunusstein.
Fazit:
SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning bemängelte die Chancenverwertung: „Wir hätten fünf Tore machen können, schießen aber nur eins. Durch einen extremen Fehler in unserem Spiel hätte es dann auch 1:1 stehen können. Homburg hatte viel Ballbesitz, aber in Räumen, die nicht gefährlich waren. Am Ende sind das Ergebnis und das Engagement gut. Es gibt aber schon ein paar Themen, an denen wir noch arbeiten müssen.“





