Fisnik Asllani, Leon Avdullahu und Albian Hajdari haben am Dienstagabend die WM-Qualifikation mit dem Kosovo knapp verpasst. Die Nationalspieler des kleinen Balkan-Staates sprechen in der aktuellen Ausgabe des SPIELFELD, dem offiziellen Vereinsmagazin der TSG Hoffenheim, über ihren Weg ins Nationalteam, kulturelle Unterschiede und über Herzensentscheidungen.
„Heimat ist die Familie, unabhängig vom Land oder Ort“, sagt Leon Avdullahu. Der aktuell verletzte TSG-Mittelfeldakteur hat sich im Sommer genau wie Teamkollege Albian Hajdari für die kosovarische Nationalmannschaft entschieden – und gegen die Schweiz. Beide TSG-Sommerneuzugänge sind zwar in der Alpenrepublik geboren worden, entschieden sich aber wie bereits zuvor Fisnik Asllani dafür, den Kosovo auf internationaler Bühne zu repräsentieren.
„Ich habe auf mein Herz gehört“, sagte Avdullahu zur Entscheidung, deren Komplexität Hajdari erklärt: „Ich glaube, der schwierigste Punkt ist die Tragweite der Entscheidung. Das ist ja nicht wie im Vereinsfußball, wo du wieder wechseln kannst, wenn es nicht funktioniert. Du musst selbst überzeugt sein. Denn am Ende musst du selbst im Zweifel da stehen und sagen: ‚Okay, ich habe so entschieden und mir war bewusst, dass es auch nicht immer super laufen kann.‘"
Asllani fügt hinzu: „Wir alle haben eine sportliche Chance gesehen, die vielleicht nicht viele gesehen haben. Mittlerweile stehen wir als Nationalelf entsprechend gut da, und mit jeder Entscheidung, die für uns fällt, wird es sogar noch besser. Und das macht es den Nächsten vielleicht leichter zu sagen: ‚Ich gehe zum Kosovo, wir sind gut, ich spiele für mein Land.‘"
Die drei sprachen aber nicht ausschließlich über ihre Nationalmannschaft, sondern auch über die aktuelle Situation mit der TSG. „Wenn es eine Chance gibt, muss man sie ergreifen, wir haben es noch selbst in der Hand, in die Champions League einzuziehen“, sagt Asllani selbstbewusst. Eine wichtige Rolle für die starke Spielzeit habe auch Coach Chris Ilzer, wie Hajdari erklärt: „Der Trainer will sich immer steigern, will, dass wir von Woche zu Woche immer besser werden.
Das spürt man in jedem Training, jedem Meeting, jeder Analyse.“
Neben dem ausführlichen Dreier-Interview enthält die April-Ausgabe des SPIELFELD weitere spannende Inhalte: Hoffenheims Technischer Direktor Paul Pajduch wird im Porträt vorgestellt, Wouter Burger stellt sich den Fragen in „Kein Kommentar“ und TSG-Co-Trainer Moritz Volz gewährt einen Einblick in seine umfangreiche Titelsammlung. Zudem spricht der neue e.V.-Vorsitzende André Kreuzwieser über seine Ernennung und die Arbeit von Anpfiff ins Leben wird anlässlich des 25-Jährigen Jubiläums gewürdigt.
All das und viele weitere Inhalte gibt es in der 100 Seiten starken Ausgabe.







