Die Krise der Rhein-Neckar Löwen hat sich nach der 23:28-Niederlage beim Handball Club Hamburg weiter verschärft. Zwar führten die Mannheimer zur Halbzeit mit 12:10, doch nach dem Seitenwechsel brach ihr Angriff ein. Deshalb geht die Mannschaft von Trainer Michel Abt mit einer weiteren Enttäuschung in die Länderspielpause.
Bereits in unserem Vorbericht zur Partie in Hamburg stand das geplante Tempospiel im Mittelpunkt. Allerdings gelang es den Gästen nur phasenweise, ihre Vorstellungen umzusetzen.
Krise der Rhein-Neckar Löwen verschärft sich in Hamburg
Im ersten Durchgang fanden die Gäste nach anfänglichen Schwierigkeiten besser ins Spiel. Ihre Abwehr arbeitete stabil, während David Späth wichtige Würfe entschärfte. Dadurch erkämpften sich die Mannheimer einen knappen Vorsprung für die Pause.
Nach dem Wiederanpfiff änderte sich jedoch das Bild. Hamburg holte den Rückstand auf, während die Löwen zahlreiche Chancen vergaben. Immer wieder scheiterten sie an Torhüter Robin Haug, der insgesamt 16 Paraden verbuchte. Auch personelle Veränderungen brachten anschließend keine entscheidende Wende.
David Späth findet deutliche Worte
Nach der Begegnung zeigte sich Späth im Gespräch mit Dyn entsprechend frustriert. Der Nationaltorhüter wollte positive Ansätze angesichts der Gesamtleistung nicht hervorheben. Besonders deutlich kritisierte er die geringe Torausbeute nach der Pause.
Bis zur 50. Minute hatten die Gäste lediglich vier Treffer im zweiten Durchgang erzielt. Gleichzeitig betonte Späth, dass der Mannschaft der Wille keineswegs fehle. Dennoch müsse jeder seinen Beitrag leisten, um die schwierige Situation zu überwinden.
Mannheimer Negativserie reicht über einzelne Niederlagen hinaus
Die Mannheimer warten inzwischen seit mehr als einem Monat auf einen Ligasieg. Zudem blieben wichtige Erfolgserlebnisse gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion aus. Gegen Eisenach gab es eine Niederlage, während in Wetzlar nur ein Unentschieden gelang.
Die Krise der Rhein-Neckar Löwen lässt sich deshalb nicht allein mit Niederlagen gegen Spitzenmannschaften erklären. Auch gegen andere Gegner fehlen derzeit die nötige Konstanz und die Durchschlagskraft im Angriff.
Unterdessen hat der Verein organisatorisch reagiert. Am 29. Oktober kündigte er eine sportliche Neuaufstellung mit Uwe Gensheimer als Direktor Sport an. Nun müssen sich diese Veränderungen auch auf dem Spielfeld auszahlen.
Krise der Rhein-Neckar Löwen: Länderspielpause zur Aufarbeitung
Deshalb steht für Michel Abt und seine Mannschaft die Arbeit an den wiederkehrenden Problemen im Vordergrund. Vor allem die Chancenverwertung muss sich verbessern, damit gute Phasen künftig wieder zu Punkten führen.
Nach der Unterbrechung empfangen die Löwen am 14. November um 20 Uhr den TBV Lemgo Lippe in der SAP Arena. Dann bietet sich die nächste Gelegenheit, die Negativserie zu beenden.
Weitere Einzelheiten zur Niederlage enthält der offizielle Spielbericht des Vereins.
Weitere Beiträge findest du in unserem Löwen-Archiv, in der Rubrik Handball-Bundesliga und unter unseren Handball-Nachrichten.
Foto: Weppler





