Starker Start und Schluss-Spurt; Löwen führen zur Pause mit 16:10
Der Blick auf die Tabelle ließ ein enges Spiel für den "Tag der Arbeit" erwarten. Zu Beginn allerdings ein Spielverlauf, der den Anhängern der Löwen gefallen konnte. Schnell zogen die Gastgeber mit 4:1, 7:2 oder 8:3 davon. Nach einer guten Viertelstunde kamen die Gäste aus Melsungen langsam ins Spiel, konnten den Vorsprung in der 17.Minute auf 6:8 verringern. Löwen-Coach Maik Machulla musste etwas korrigieren, nachdem seine Offensive doch Gefahr lief, an Wirkung zu verlieren.
Dabei mussten sich die Hausherren in der Defensive bei Melsungens Spiel mit dem siebten Feldspieler vor allem auf Stefansson konzentrieren. Doch es dauerte über fünf Minuten, ehe dann Jannik Kohlbacher mit dem 9:7 (20.) die kleine Torflaute der Hausherren beenden sollte.
Der Ausgleich für die Gäste
In der 23.Minute ging es in der SAP-Arena dann nominell von vorne los. Die Gäste glichen trotz der Korrektuen zum 10:10 aus. Die Torhüter waren auf beide Seiten zunächst kein Faktor, So rückten Nebojsa Simic und Mike Jensen noch vor der Pause in das jeweilige Gehäuse.
Schlussspurt der Löwen
Nun griffen auch die Löwen auf einen zusätzlichen Feldspieler zurück, blieben aber mit vier Akteuren im Rückraum. Das sah gegen Ende der ersten Spielhälfte sehr anständig aus. Die Löwen wirkten konzentrierter in der Abwehrarbeit, vorne wurden die Chancen genutzt. So ging es vom zwischenzeitlichen Unentschieden zum Pausenstand von 16:10.
MT Melsungen blieb ohne Chance
Souveräner 30:22 Heimsieg für die Rhein Neckar Löwen
Nach Wiederanpfiff sollten sich beide Schlussleute auszeichnen können. So verbuchte Simic drei Paraden, wurde von Jensen mit fünf gehaltenen Bällen übertroffen. Die Gastgeber gingen entsprechend mit 21:13 (41.) in Front.
Die rund 8.500 Zuschauer sahen nun Mannschaft von Maik Machulla, die nahezu perfekt spielte, dabei Gegner und Ergebnis souverän kontrollierte.
Augenschmaus beim Kempa-Trick von Groetzki
Spielerisches Highlight war das zwischenzeitliche 22:14, das Patrick Groetzki nach Kempa-Anspiel von Haukur Thrastarson ins Gehäuse pritschte.
Wenig später durfte der Routinier frühzeitig unter die Dusche, die Löwen bliebem, angeführt von Haukur Thrastarson und Dani Baijens jederzeit Herr der Lage. So konnte auch Elias Ciudad Benitez mit dem 30:21 kurz vor Schluss noch seinen ersten Treffer in der Bundesliga erzielen.
Fazit:
Ein Ausrufezeichen im Kampf um Platz 7, wo sich die Rhein-Neckar Löwen zurückgemeldet haben. Dank einer starken, sehr konzentrierten Vorstellung konnten die Badener die MT Melsungen mit 30:22 (16:10) bezwingen und den Rückstand auf die Nordhessen verkürzen.
Rhein-Neckar Löwen: Jensen (8 P.), Späth (1 P.); Larson, Timmermeister 1, Nothdurft, Plucnar, Sandell 3, Heymann, Steenaerts, Móré 1, Groetzki 3, Thrastarson 8/1, E. Ciudad Benitez 1, Baijens 6, Aspenbäck 2, Kohlbacher 5
MT Melsungen: Simic (6 P.), Palasics (2 P.); Marchan 3, D. Mandic 1, Sipos 1, Kristopans, Ignatow 1, Drosten 4/2, Stefansson 4, Kulesh, Arnarsson 2, Forsell Schefvert 4, Mensing 1, I. Guardiola 1, Darmoul, Kastening
Zuschauer: 8.576 (SAP-Arena, Mannheim)
Schiedsrichter: Hellbusch / Jansen
Strafminuten: 0 / 0





