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Touré: „Ich muss auf meine Stärken vertrauen“

Touré: „Ich muss auf meine Stärken vertrauen“ – Südwest Ballsport

Bazoumana Touré ist während seiner bisherigen Zeit bei der TSG Hoffenheim nicht als Lautsprecher aufgefallen, dafür aber umso mehr mit seinem enormen Tempo. Der 20-Jährige spricht im SPIELFELD-Interview, das am Samstag erscheint, über seine Entwicklung im Kraichgau und seine WM-Ambitionen. Zudem gewährt der Ivorer spannende Einblicke in sein Innenleben.

Es war ein Sinnbild für die Entwicklung von Bazoumana Touré: Unmittelbar nach dem 1:0-Führungstreffer der TSG beim Hamburger SV kombinierten sich die HSV-Spieler durch das Pressing der Hoffenheimer hindurch und rollten in Richtung Strafraum von Oliver Baumann. Doch Touré, eigentlich für seine Offensivakzente bekannt, spurtete zurück und unterband die Gefahr mit seiner Rückeroberung des Balls. Aus dem sprintstarken Talent ist in Höchstgeschwindigkeit ein starker Bundesligaspieler geworden.

„Ich habe vor allem sehr viel gearbeitet, auch individuell. Der Trainer hat mir klar gesagt, wo ich mich verbessern kann, und ich habe versucht, das konsequent umzusetzen“, sagt der 20 Jahre alte Ivorer, der in seiner ersten kompletten Bundesliga-Saison auf beachtliche elf Torbeteiligungen kommt. Seinen Abschluss, der bisher dreimal zu einem Torerfolg führte, führt Touré aber noch als verbesserungswürdig auf: „Ich bin noch zu selten selbst Torschütze, da habe ich noch Potenzial.“

Die Frohnatur ist in Hoffenheim auch zum Nationalspieler gereift. „Schon als Kind habe ich davon geträumt, einmal für mein Land zu spielen. Als die Einladung kam, war es ein ganz besonderer Moment. Ich war sehr stolz und auch sehr emotional, meine ganze Familie hat sich gefreut und getanzt.“ Bei der WM trifft Touré mit der Elfenbeinküste auch auf Deutschland, ein Gespräch mit Oliver Baumann über das Aufeinandertreffen steht aber noch aus.

Die WM dürfte ein Highlight im Sommer für Bazoumana Touré werden, ein weiteres folgt danach: Seine sechs Geschwister wollen ihn in Deutschland besuchen kommen. Das bedeutet ihm fiel, schließlich fehlt ihm seine Familie. „Man ist viel unterwegs, weit weg von zu Hause. Deshalb glaube ich, dass ein gewisses Heimweh auch normal ist. Ich versuche, meine mitgegebenen Werte und Traditionen für mich zu leben, aber es wäre natürlich gemeinsam mit meiner Familie schöner.“

Außerdem in der Mai-Ausgabe des SPIELFELD: Alexander Prass und Koki Machida werden porträtiert, TSG-Cheftrainer Chris Ilzer klärt in „Fakt oder Fake“ über Klischees und Vorurteile über Trainer auf und Tim Lemperle stellt sich den Fragen in „Kein Kommentar“. Zudem wird der Lauftreff der TSG vorgestellt und das neue Programm der Dietmar Hopp Stiftung erklärt.

kjott

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