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Höhenflug mit Absturzgefahr?

Höhenflug mit Absturzgefahr? – Südwest Ballsport

Fußball bleibt Ergebnissport, dennoch lohnt der Blick dahinter

Nach sechs Spieltagen und der ersten Länderspielpause kann man zumindest eine, wenn auch frühe, Bilanz der bisherigen Runde ziehen.

Da war von Katastrophe, bis Fußballfest, für den geneigten Fan eigentlch alles dabei. Angesichts der letzten drei Erfolge gegen Darmstadt, in Fürth und gegen Münster überwiegt natürlich das Positive. Dennoch empfiehlt sich genaueres Hinsehen.

Das viel zitierte Spielglück ist mit dem FCK

Nicht immer werden Schlussphasen mit drei Treffern binnen 13 Minuten gelingen (Darmstadt), auch wird der Schiedsrichter nicht sehr häufig für eine numerische Überlegenheit über die komplette Spielzeit (Fürth) sorgen. Auch der Erfolg gegen die Preußen aus Münster sollte nicht überbewertet werden, da der Gegner, sorry liebe Preußen, defensiv nicht stattfand. So kann man keinen Prtajin verteidigen, das sollte auch den Westfalen bekannt sein.

Foto: Sport News Südwest

Personalien mit Konfliktpotenzial

Neuzugang Emreli und Kapitän Ritter rücken in den Fokus

Der Begriff des "Königstransfers" wird in der heutigen Zeit oftmals inflationär benutzt. Zumindest entsteht auch rund um den Betzenberg dieser Eindruck. So wurden Prtajin, Şahin und auch Emreli mit diesem Prädikat ausgezeichnet. Während sich Prtajin scheinbar "reingearbeitet" hat, Şahin langsam ebenfalls seine Klasse mehr und mehr aufblitzen lässt, scheint Emreli, zumindest in der jetzigen Situation keine Rolle zu spielen. So fehlte der Spieler zuletzt drei Spiele in Folge im Kader.

Die Andeutungen von Trainer Lieberknecht lassen erahnen, dass bei dem Spieler die Motivation zu wünschen lässt. Auch die Postings des Spielers in den sozialen Medien lassen eine gewisse "Unzufriedenheit" erkennen und sind eindeutig "zweideutig".

Um Emreli rankten sich bereits in Nürnberg einige Geschichten für den Boulevard, so zum Beispiel seine Abwanderungswünsche in der Winterpause beim Club oder auch die Uneinigkeit bei der gescheiterten Vertragsverlängerung. Zudem hält sich Emreli, laut der dortigen Medien, als streng gläubiger Muslim an die Gebote des Fastenmonats Ramadan, die es erschweren, während dieser Wochen im Training bei 100% zu sein.

In Summe entsteht, auch bei Gesprächen mit Journalisten aus Nürnberg, der Eindruck, dass keiner Emreli, trotz seines zweifellos vorhandenen Potenzials, eine Träne nachweint.

Seit zwei Spieltagen hat auch Marlon Ritter, trotz Spielführerbinde, seinen Platz in der Startformation verloren. Die Zahlen und auch Leistungen sprachen wohl allzu oft gegen den begnadeten Fußballer. Beginnend ab seiner Auswechslung gegen Darmstadt begann der "Flow" der Roten Teufel und im Fußball zählen Ergebnisse, So fehlte Ritter sowohl in Fürth, als auch gegen Münster in der Startelf. Die Zahlen sprechen entsprechend nicht für den Spielführer.

So wurde er in Fürth erst beim Stand von 3:0 eingewechselt, setzte keinen großen Akzente. Auch beim seinem halbstündigen Auftritt gegen Münster hielt sich der Glanz in Grenzen. Hier bleibt also abzuwarten, ob es dem Trainer gelingt, wieder das volle Leistungsvermögen seines verlängerten Armes herauszukitzeln (wie dies seinen Vorgängern Funkel und Anfang gelungen war).

Michael Kaiser

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