Mannheim gegen Kaiserslautern II endet nach einer turbulenten Schlussphase mit einem 3:2-Heimsieg für den VfR. Trotz eines 0:2-Rückstands und einer Roten Karte gegen Esswein drehen die Rasenspieler die Begegnung. Paraschiv, Pander und Hartmann treffen spät. Auch die Gäste beenden das Spiel nach Gelb-Rot gegen Schramm mit zehn Spielern.
Mannheim gegen Kaiserslautern II: Die Startelf
Gegenüber dem 2:0-Erfolg in Steinbach nahmen die Hausherren zwei Änderungen vor. Während Weik und Zeigler zunächst auf der Bank saßen, begannen Moreno Giesel und Seifert.
Auch Kaiserslautern veränderte seine Anfangsformation. Linsmayer, Owen Gibs und Bah rückten in die erste Elf. Dafür nahmen Smiljanic und El Quarti zunächst auf der Bank Platz. Hofmeister gehörte hingegen zum Kader der Profis.
Bereits in der vierten Minute griffen die Gastgeber über die rechte Seite an. Allerdings blockten die Gäste die ersten Schussversuche. Anschließend setzte Hetemaj seinen Abschluss aus dem Rückraum deutlich über das Tor. Die Mannheimer suchten weiterhin mit langen Bällen den Raum hinter der letzten Abwehrreihe.
Berisha trifft nur den Pfosten
Nach einer Viertelstunde zeigten sich auch die kleinen Roten Teufel erstmals in der Offensive. Zunächst blieben jedoch die Hausherren gefährlicher. Berisha schoss in der 17. Minute aus zentraler Position und rund 18 Metern Entfernung über das Tor.
Vier Minuten später antworteten die Pfälzer mit einem schnellen Angriff über rechts. Bah konnte die Hereingabe allerdings nicht sauber verwerten. Deshalb stellte sein Versuch Torhüter Nreca-Bisinger vor keine Probleme.
Die bis dahin beste Gelegenheit folgte in der 29. Minute. Nach einem schönen Seitenwechsel erhielt Berisha den Ball und zog aus schwierigem Winkel ab. Sein Versuch auf das lange Eck landete jedoch am Pfosten.
Kurz darauf verfehlte Alaoui mit seinem Abschluss den linken Pfosten. Außerdem kam Seifert in der 34. Minute auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch. Seine Hereingabe fand im Zentrum allerdings keinen Abnehmer.
Reinheimer bringt die Gäste in Führung
Stattdessen trafen die Gäste in der 35. Minute. Bei einem Entlastungsangriff klärten die Mannheimer den Ball nicht sauber. Reinheimer nutzte das Getümmel und erzielte die Führung für Kaiserslautern II.
Danach verlor der VfR seinen bisherigen Rhythmus. Nun übernahmen die Pfälzer häufiger die Initiative. Weitere Chancen blieben allerdings aus. Nach zwei Minuten Nachspielzeit gingen beide Mannschaften beim Stand von 0:1 in die Kabinen.
Mannheim gegen Kaiserslautern II: Müller erhöht
Personell ging es auf beiden Seiten zunächst unverändert weiter. Die Hausherren bemühten sich sichtbar, das Spiel wieder an sich zu ziehen. Dazwischen suchten die Gäste immer wieder nach Entlastung.
In der 54. Minute wurde es vor dem Tor von Heck gefährlich. Ein langer Ball flog an Freund und Feind vorbei. Auch Hetemaj, der am langen Pfosten lauerte, erreichte den Ball nicht.
Anschließend wechselte Kaiserslautern: Müller kam für Scacun. Bereits gut eine Minute nach seiner Einwechslung traf der Joker zum 0:2. Im Zentrum ging es schnell, ehe Müller erfolgreich abschloss.
Darauf reagierten die Mannheimer in der 59. Minute mit einem Doppelwechsel. Zeigler und Paraschiv ersetzten Moreno Giesel und Seifert. Beim FCK kam in der 62. Minute Resic für Owen Gibs. Fünf Minuten später brachte Mannheim Assafoua für Rupp. Anschließend verzeichnete Resic in der 68. Minute seinen ersten Abschluss.
Rote Karte für Esswein verschärft die Lage
In der 71. Minute folgte der nächste Rückschlag für die Hausherren. Nach einer unübersichtlichen Zweikampfsituation sah Esswein die Rote Karte. Damit mussten die Mannheimer bei zwei Toren Rückstand zunächst in Unterzahl weiterspielen.
Zu Beginn der Schlussviertelstunde hielten die Gäste ihren Gegner weitgehend vom eigenen Tor fern. Gleichzeitig boten sich ihnen Räume für Konter. Eine große Gelegenheit zur Vorentscheidung vergab Schramm in der 78. Minute. Nreca-Bisinger verhinderte mit einer starken Fußabwehr den dritten Gegentreffer.
Eine Minute später kamen Krüger und Pander für Ristl und Hetemaj. Auch Kaiserslautern wechselte doppelt und brachte Knezevic sowie Shipnoski.
Die Rasenspieler starten ihre späte Aufholjagd – der Wahnsinn nimmt seinen Lauf
In der 82. Minute verkürzte Paraschiv auf 1:2. Im Zentrum kam der eingewechselte Angreifer zum Abschluss und nutzte seine Möglichkeit eiskalt aus. Damit schöpften die Gastgeber neue Hoffnung.
Vier Minuten später änderten sich auch die personellen Voraussetzungen. Der bereits verwarnte Schramm warf den Ball weg und sah dafür die zweite Gelbe Karte. Nach seinem Platzverweis spielten beide Mannschaften mit zehn Akteuren weiter.
Nur eine Minute danach fiel der Ausgleich. Der lange Ball gelangte in den Strafraum, wo Pander von rechts einlief und den Ball im Fünfmeterraum über die Linie drückte. Damit hatten zwei eingewechselte Mannheimer den Rückstand innerhalb weniger Minuten aufgeholt.
Mannheim gegen Kaiserslautern II: Hartmann entscheidet
Doch die Gastgeber waren noch nicht fertig. Hartmann erzielte in der Schlussphase auch noch den Treffer zum 3:2. Die Flanke kam von der linken Seite und der Defensivspieler köpfte das Ding mit voller Wucht aus etwa 8m ein. Das Rhein-Neckar-Stadion stand Kopf: Aus einem 0:2-Rückstand war tatsächlich eine Mannheimer Führung geworden.
Nach vier Minuten Nachspielzeit beendete der Schiedsrichter die Begegnung. Anschließend kannte der Jubel bei den Rasenspielern keine Grenzen. Trotz des zwischenzeitlichen Rückstands und des Platzverweises blieben die drei Punkte in Mannheim.
Foto: Udo Herrmann
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