Die SV Elversberg ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals an Darmstadt 98 gescheitert. Trotz spielerischer Überlegenheit über weite Strecken mussten sich die Saarländer mit 0:2 geschlagen geben. Die Gäste zeigten sich dagegen eiskalt und nutzten ihre wenigen Möglichkeiten konsequent. Damit bleibt der erste Achtelfinaleinzug der Elversberger Vereinsgeschichte weiter aus.
SV Elversberg verpasst den historischen Schritt
Bereits in unserem Vorbericht zu Elversberg gegen Darmstadt stand die Chance auf einen historischen Pokalabend im Mittelpunkt. Nach dem 3:1 in der ersten Runde beim MSV Duisburg wollte die SVE vor eigenem Publikum erstmals unter die letzten 16 einziehen. Der ausverkaufte Heimbereich an der Kaiserlinde bildete dafür den passenden Rahmen.
Doch die schwierige Lage der Lilien in der 2. Bundesliga war kein Freifahrtschein für die Gastgeber. Schon vor der Begegnung hatte Elversbergs Trainer Vincent Wagner ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. Die Warnung war berechtigt: Darmstadt brauchte an diesem Abend keine Vielzahl an Chancen, um die Partie für sich zu entscheiden.
Kehl und Smit treffen für Darmstadt
Ein Traumtor von Lars Kehl in der sechsten Minute brachte die Gäste früh auf Kurs. Milan Smit erhöhte in der 56. Minute auf 0:2. Während sich Elversberg für seinen Aufwand nicht belohnte, machten die Hessen aus ihren Möglichkeiten das Entscheidende.
Zum Ende der Begegnung war bei den Saarländern zudem ein deutlicher Substanzverlust zu erkennen. Das kräftezehrende Bundesligaspiel in Leipzig hatte offenbar Spuren hinterlassen. Nahezu jede Woche an die eigene Leistungsgrenze gehen zu müssen, fordert seinen Tribut. Gegen die konsequenten Darmstädter reichte die Überlegenheit deshalb nicht zum Weiterkommen.
Pokalerfolg als Brustlöser für die Lilien?
Für Darmstadt bedeutete der Erfolg den dritten Achtelfinaleinzug in Serie. Zugleich war es erst der zweite Auswärtssieg der Saison. Zuvor hatten die Hessen in der ersten Pokalrunde mit 2:1 in Jena gewonnen, während sie in der Liga vier Niederlagen in der Fremde hinnehmen mussten.
Dieser Abend kann den Lilien Mut machen. Mit der gezeigten Bereitschaft und einer breiteren Brust lässt sich am Böllenfalltor optimistischer auf die kommenden Aufgaben blicken. Die nächsten Begegnungen stehen im offiziellen Spielplan des SV Darmstadt 98.
Für den SV Elversberg erhält der Pokal-Fluch dagegen ein weiteres bitteres Kapitel. Die Hoffnung auf Vereinsgeschichte war groß – die Tore machte der Gegner.
Foto: Meyer





