Hornby zur Lilien-Führung, de Wijs gleicht aus
Gegenüber dem 2:2 bei der Eintracht in Braunschweig gibt's vier Neue in der Startelf der Lilien. Lidberg, Hornby, Schmidt und Holland starten. Dafür rücken Marseiler, Akiyama und Papela zunächst auf die Bank. Nürnberger fehlt erkrankt komplett im Kader.
Bei der Fortuna ersetzen, nach dem torlosen Spiel gegen Münster, Iyoha und de Wijs heute Lunddal (Bank) und den noch nicht wiedergenesenen Suso (fehlt im Kader).
Schiedsrichter der Begegnung war Michael Bacher, der pünktlich am Böllenfalltor angepfiffen hatte. Die ersten Minuten gehörten den Gästen, die hier sehr aktiv begannen. So auch die erste Torchance, 6.Minute, durch Iyoha. Der setzte sich nach Dribbling gegen Holland durch, traf dann aber den Ball auch acht Metern Entfernung nicht voll. Kein Problem für Schuhen.
Führung Lilien durch Hornby
Die direkte Antwort, zugleich die erste Torchance für die Hausherren. Nach der Spieleröffnung machte Lidberg die Kugel fest, passt rechts raus zu Richter. Dessen exakte Flanke konnte Hornby aus 6m per Flugkopfball versenken (7.).
Schnelle Antwort und Ausgleich de Wijs
Das dauerte nicht lange und die Fortuna konnte ausgleichen. Nach einer Ecke in der 11.Minute stand de Wijs sträflich frei, der beförderte das Spielgerät aus fünf Metern in die Maschen.
Keine fünf Minuten später musste der Torschütze runter, fasste sich mehrfach in den Adduktorenbereich. Neu dabei dafür Daland.
Es blieb beim mutigen Auftritt der Rheinländer. Während Holland seine Müh' und Not mit Ihoya hatte, ging auf Seiten der Darmstädter vieles über Lopez, der sich als Defensivspieler immer wieder in der Offensive einschaltete.
In der 31.Minute ein Schuss aus der Distanz von El Azzouzi. Von der Tribüne sah es so aus, als würde das Ding vorbeigehen, Schuhen nahm am kein Risiko, lenkte den Ball um den Posten. Die daraus resultierende Ecke brachte nichts ein. Symbolisch für diese Phase des Spiels eine Flanke von Lopez in den Sechzehner, die keinen Abnehmer fand (36.). Mit dem nächsten Angriff für Düsseldorf hatte Appelkamp aus der Drehung irgendwie einen Abschluss. Auch keine Gefahr für das Darmstädter Gehäuse.
Die Begegnung an sich blieb sehr körperlich, auch oftmals unterbrochen.
Entsprechend betrug die Nachspielzeit fünf Minuten und die hatten es in sich. Das Duell hieß Itten gegen Schuhen. Aber der Reihe nach: Zunächst legte Itten halbrechts zu Appelkamp raus, der reichlich Platz vor sich hatte. Der scheiterte aus 7m am Darmstadts Keeper Schuhen (45.+1). Die darauf folgende Ecke landete auf dem Kopf von Itten, der diesmal selbst Schuhen forderte. Der war erneut zur Stelle. Nächster Angriff, 45.+3, wieder war es Itten, der Iohya halbrechts in Szene setzte.
Der kam nicht sauber hinter den Ball verzog über das Tor (45.+3).
Dann war Pause am Böllenfalltor.
Maglica entwickelt sich zum Goalgetter
5.Saisontreffer des Innenverteidigers bringt den späten Sieg
Vor 17.810 Zuschauern gab es mit Wiederanpfiff je einen Wechsel: Lunddal für Lenz bei der Fortuna, Marseiler für Holland bei Darmstadt.
In der 49.Minute die erste gefährliche Situation im zweiten Abschnitt: Muslija hatte angezogen, spielte diagonal zu Itten, der brauchte allerdings etwas zu lang für seinen Abschluss, wurde geblockt. Zwei Minuten später Gefahr auf der Gegenseite: Lopez sah Corredor, fand ihn auch. Der konnte aber den Ball in zentraler Postion nicht verwerten. In der 53.Minute wurde es erneut gefährlich für die Gäste vom Rhein.
Hornby hatte nach Pass von Marseiler abgezogen, nur knapp verfehlt. Im direkten Gegenzug war El Azzouzi durch, drang nach dem Zuspiel von Lunddal in den Sechzehner ein. Sein Versuch ging aufs kurze Ecke. Schuhen war dran, die Kugel prallte an den Außenpfosten. Knapp einer Stunde war gespielt, als Schmidt nach einer kurz abgewehrten Ecke der Hessen in der Luft lag. Der Versuch ging etwa einen halben Meter drüber.
Das Spiel blieb für die Fans sehr attraktiv. Chancen hüben wie drüben. In der 62.Minute hatte Maglica nach einer Ecke die Chance. Geblockt von der Düsseldorfer Defensive. Zwei Minuten verstrichen und der Angriff auf der anderen Seite lief. Muslija war nicht zu stoppen, sein Schlenzer aus 17m nur knapp rechts vorbei. Auch Appelkamp hatte seine Szene, diesmal per Kracher aus der Distanz. Diesen klärte Schuhen zu Seite.
Wechsel bei den Lilien. Goalgetter Lidberg musste runter, für ihn kam Petretta (69.). Wenige Minuten später, 73., löste Papela Schmidt ab.
Erneut Muslija, diesmal mit seiner Flanke auf Itten an den Fünfer. Der stieg hoch, setzte sich per Kopf gegen Maglica durch. Diesen Ball konnte Schuhen mit einigem Glück per Fuß um den Pfosten lenken.
Die Gäste verdienten sich hier Fleißpunkte, waren das gefährlichere Team. Kohfeldts Mannen blieben im Aufbau oftmals zu unpräzise. Wechsel Fortuna in der 83.Minute: Alexandropoulos kam für Tanaka.
Die Schlussphase, sprich die letzten fünf Minuten liefen. Marseiler legte noch einmal von links quer in den Strafraum, von dort verzog Richter mit der rechten Innenseite links vorbei.
Maglica mit der Entscheidung
Der 5.Saisontreffer des Defensivexperten! Nach Richters Ecke von links stieg Maglica am höchsten, nickte aus 5m ins rechte Eck ein.
Je ein Wechsel auf beiden Seiten in der letzten Minute der regulären Spielzeit: Bei den Lilien ersetzte Vukotic nun Richter, bei F95 löste Paulina Appelkamp ab.
Die Nachspielzeit betrug, wie im ersten Abschnitt, fünf Minuten. Zeit für die Fortuna nun endgültig die Brechstange auszupacken. Die Chance bot sich, 90.+2, Muslija, dessen Aufsetzer von Schuhen entschärft wurde.
Daland sieht Rot
Im Gerangel um einen Einwurf hatte Daland wohl Corredor den Ball ins Gesicht gehalten, sich provozieren lassen. Angemerkt sei, der Ball wurde nicht gewurfen und somit erschien die Entscheidung doch als zu hart.
Das war es dann in Darmstadt. Am Ende stand ein Sieg für den Aufstiegsfavoriten, ein Erfolg den man eben erzielt, wenn man oben steht und sich das Glück auch erarbeitet.







