Der TBV Lemgo führt zur Pause mit 17:13 in Mannheim
Fehlversuche, gepaart mit einigen technischen Fehlern prägten die erste Viertelstunde dieser Partie. In dieser Phasen zeigte der TBV bei den Rhein-Neckar Löwen, warum er im vorderen Verfolgerfeld der Handball-Bundesliga steht. Nach einer frühen Führung der Hausherren, zum 2:1, schlichen sich immer mehr Fehler ein oder man scheiterte am Gåstekeeper. So zogen die Gäste mit 8:2 davon.
eine genommene Auszeit von Löwen-Coach Maik Machulla wirkte dann allerdings mit etwas Verzögerung und nach einem Treffer von Dani Baijens stabilisierten sich die Gastgeber wieder.
Löwen blieben, wenn auch mühsam, im Match
Gino Steenarts sorgte sogar für einen Doppelschlag zum 4:8, doch die Gäste zeigten sich wenig beeindruckt: Florian Kehrmann setzte einmal mehr auf taktische Variabilität, brachte zwischenzeitlich den siebten Feldspieler und ließ mit vier Akteuren im Rückraum spielen. Die Löwen fanden nun aber Antworten, der Abstand pendelte zwischen drei und fünf Toren und nach einem Siebenmeter von Niels Versteijnen, mit der Schlusssirene, stand zur Pause ein 13:17 auf der Anzeigetafel.
Krimi mit Happy End für die Gastgeber
Rhein Neckar Löwen gewinnen nach starkem Finish 32:30
Mit Beginn der zweiten Spielhälfte vergab Lemgo mehrere Chancen, auch weil David Späth immer besser ins Spiel kam. Mittlerweile konnte der Nationalkeeper auch das Torhüter-Duell gegen den zuletzt bärenstarken Constantin Möstl für sich entscheiden. Lukas Sandell und Dani Baijens konnten mit einem Doppelschlag zum 15:17 den Abstand praktisch halbieren.
Lange Anlaufphase für Lemgo
Tim Suton, Saarländer in den Lemgoer Reihen, erzielte nach gut fünf Minuten den ersten Treffer des zweiten Abschnitts für die Gäste, die in Folge wieder den Vorsprung auf vier Treffer ausbauen konnten. Die Löwen aber hielten dagegen und kamen durch eine Dreier-Serie beim 19:20 bereits zehn Minuten nach Wiederbeginn zum Anschlusstreffer. Kehrmann reagierte, nahm eine frühe Auszeit und sah sein Team in der Folge erneut die Führung ausbauen, beim 21:24 lagen die Löwen sogar wieder mit drei Treffern hinten.
Dreizehn Minuten vor dem Ende nach Maik Machulla eine Auszeit und richtete das Spiel verstärkt auf Lukas Sandell aus. Der Schwede vergab danach zwar unter Bedrängnis gegen Möstl, es sollte aber einer von nur zwei Fehlwürfen des Rückraumspielers sein. Dem standen final dreizehn Treffer gegenüber.
Späth trifft, leitet Aufholjagd ein
Den Startschuss für die Aufholjagd gab aber Torhüter David Späth, der nach einer seiner fünfzehn Paraden in das verwaiste Tor des Gegners traf.
Nach wilden Minuten sollte dieser Treffer, es war das 23:25, das Momentum auf die Seite der nun ebenfalls mit dem siebten Feldspieler agierenden Gastgeber ziehen: Den Anschlusstreffer von Haukur Thrastarson beantwortete Lukas Hutecek zwar ebenso direkt, wie Niels Versteijnen den von Lukas Sandell, doch auf das 26:27 von Tim Nothdurft folgte dann das umjubelte 27:27, wieder von Sandell. Die Partie war pünktlich zur "Crunchtime" zum offenen Schlagabtausch geworden.
In diesem Finale furioso wurden die Paraden von David Späth ein Faktor, denn Sandell und Baijens konterten die erneute Lemgoer-Führung nun mit einem Doppelschlag zum 29:28. Versteijnen glich zwar noch einmal aus, doch die Löwen nutzten jetzt die Fehler des Gegners: Die Treffer zwölf und dreizehn von Lukas Sandell brachten das 31:29 und als Leve Carstensen den Anschlusstreffer setzte, lief die Zeit längst für die Hausherren, die mit der Sirene mit dem 32:30 von Tim Nothdurft den Schlusspunkt setzten.
Frenetischer Jubel in der SAP-Arena, auch dank der dreizehn Treffern von Lukas Sandell und fünfzehn Paraden von David Späth.







