Berlin zerlegt den FCK, führt zur Pause hochverdient mit 3:1
Hertha Coach Stefan Leitl muss gegenüber dem 1:0 Erfolg in Kiel heute auf den im Pokal gesperrten gesperrten Zeefuik verzichten. Karbownik rückt auf die Bank. Dafür starten Leistner und Kolbe.
Kollege Torsten Lieberknecht setzt nach dem ernüchternden 0:2 in Braunschweig auf etwas mehr Routine. Gyamfi (zuletzt in der Liga gesperrt) kehrt wie erwartet in die erste Elf zurück, Kleinhansl startet ebenfalls. Haas und Robinson nehmen dafür auf der Bank Platz.
Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte pünktlich angepfiffen und wie schon in der Liga gab es von beiden Fanszenen zunächst keinen Support. Ein weiteres Statement in der Debatte um neue Richtlinien zum Thema Stadionverbot.
Gyamfi-Aussetzer und Führung durch Schuler
Das ließ sich doch mal gut an für die alte Dame. Bereits in der 6.Minute ein katastrophaler Rückpass von Gyamfi, den Schuler erlaufen konnte. Der Rest war Formsache und der gebürtige Neustädter brachte Berlin in Front.
Pfosten rettet für Kaiserslautern
In der 11.Minute fast der Doppelpack für Schuler. Wieder sah Gyamfi schlecht aus, konnte in der Situation nicht sauber klären. So landete die Kugel bei Schuler, der sich stark durchsetzte, aber nur den linken Pfosten traf. Der Abpraller landete glücklich in den Händen von Simoni.
Von den Pfälzern war bisher wenig bis nichts zu sehen. Torschüsse Mangelware.
FCK-Abwehr desolat, Winkler sagt Danke
Besser machten es die Hausherren in der 21.Minute. Da fliegt den auswärts eher schwachen Gästen ein geblockter Schuss, im direkten Gegenzug, um die Ohren. Winkler übernahm die Kugel in der eigenen Hälfte, konnte unbedrängt über das halbe Feld marschieren und konnte final weder von Ritter, noch von Elvedi, am Torschuss gehindert werden. Zweiter Treffer für die Hertha und höchste Zeit, dass die Roten Teufel hier aufwachen.
3:0 Hertha durch Youngster Eichhorn
In der 30.Minute rettete das Aluminium erneut für Simoni. Cuisance hatte abgezogen. In Folge dann ein Zuckerpass von Dardai, den Winkler mit einer Körpertäuschung für Eichhorn durchließ. Das Talent der Hertha hatte keine Mühe zum 3:0 einzuschieben.
Drittes Mal Glück für Kaiserslautern
Mittlerweile konnte sich der Gast nur noch bei Pfosten und Latte bedanken, dass man hier nicht völlig unterging. Diesmal traf Reese von der rechten Strafraumgrenze die Latte.
1:3 durch Ritter aus dem Nichts
Die Nachspielzeit sollte zwei Minuten betragen und Ritter traf tatsächlich, mehr als schmeichelhaft für die Gäste, aus etwa 17m, mit einem leicht abgefälschten Schuss ins linke Eck. Angesichts des bisherigen Spielverlaufs mehr als schmeichelhaft.
Halbzeit in Berlin!
Das Fazit der ersten Hälfte fällt wenig angenehm für den FCK aus. Diese Vorstellung wird viele Fragen nach sich ziehen.
Pokalreise der Pfälzer endet im Achtelfinale
Rote Teufel unterliegen nach desolater Vorstellung mit 1:6
Wechsel bei den Gästen vor 51.193 Fans mit Wiederanpfiff. Für Elvedi kam Robinson in die Mannschaft. Erste Szene für den eingewechselten Robinson in der 52.Minute bei einem Ballverlust gegen Cuisance, der aber am Ende ohne Folgen blieb. Kaiserslautern schien zwar im zweiten Abschnitt aktiver, auch bemühter, konnte aber keine Gefahr entwickeln.
4:1 für Berlin durch Schuler
Das dürfte das Ende der Pfälzer Pokalreise gewesen sein. So darf man gegen ein Topteam nicht verteidigen, bzw. fehlerhaft sein. Nach Ballverlust im Spielaufbau ging es in Überzahl für die Hertha Richtung Tor des FCK. Dabei schickte Cuisance in der 60.Minute Schuler, der bei seinem Abschluss auch Simoni schlecht aussehen ließ. Sein Schuss durch die Beine des Ersatzkeepers. Unmittelbar nach dem Treffer ersetzte Alidou bei den Gästen den wirkungslosen Abiama.
Aktuell deutete nichts daraufhin, dass die Roten Teufel hier noch einmal Fahrt aufnehmen könnten.
Doppelter Wechsel bei Hertha BSC in der 72.Minute . Reese und Schuler gingen runter, neu dabei Kownacki und Krattenmacher. Haas und Hanslik ersetzten ab der 74.Minute beim FCK Prtajin und Kleinhansl. Der Stürmer fasste sich beim Verlassen des Platzes an den Oberschenkel und es bleibt eine mögliche Diagnostik abzuwarten.
5:1 durch Joker Kownacki
Es wurde bitter für den Pokalfinalisten aus dem Jahre 2024. Der gerade erst eingewechselte Kownacki feierte einen gelungenen Einstand, wieder nach einem fatalen Fehler im Spielaufbau. Diesmal hatte Simoni schlampig zu Robinson gespielt und die Kugel abgefangen. Der Joker musste nur noch ins leere Tor einschieben. Demme, Karbownik und Thorsteinsson lösten ab der 79.Minute Winkler, Dardai und Seguin bei den Hausherren ab.
Das halbe Dutzend voll durch Krattenmacher
Auch der nächste Joker konnte sich in der 80.Minute in die Torschützenliste eintragen. Wieder fand Kaiserslautern im Mittelfeld keinen Zugriff, Cuisance konnte Krattenmacher bedienen und der traf von links ins kurze Eck.
Letzter Wechsel bei den Pfälzern, 83.Minute. Aremu kam für Şahin.
Die Schlussphase war angebrochen und in der 86.Minute bekam dann auch Herthas Keeper ernst etwas zu tun. Skyttä hatte von links quergelegt zu Ritter, der sofort abgezogen. Ernst tauchte ab, konnte im kurzen Eck klären.
Der Schiedsrichter wollte offenbar die Leidenszeit der Gäste aus der Pfalz noch einmal verlängern. Es gab vier Minuten Nachspielzeit. Auch diese liefen runter und das Olympiastadion, zumindest der Teil jenseits des Marathontors, jubelte. Die alte Dame siegt hochverdient, gegen einen fahrlässig spielenden Gegner, und steht im Viertelfinale des DFB-Pokals.
Torsten Lieberknecht und sein Team werden sich hinterfragen müssen. Nur mit netten Worten kann man gegen zwei Spiele wie in Braunschweig und heute in Berlin nicht angehen.







